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Halloween in Hessen: bei den meisten Einsätzen der Polizei handelte es sich um harmlose Delikte. (Symbolbild)
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Halloween in Hessen: bei den meisten Einsätzen der Polizei handelte es sich um harmlose Delikte. (Symbolbild)

Hessen

Hessische Polizei zieht nach Halloween Bilanz

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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  • Andrea Rost
    Andrea Rost
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Die hessische Polizei war in der Halloween-Nacht immer wieder im Einsatz. In den meisten Fällen ging es um harmlose Delikte - es gibt aber Ausnahmen.

Die Halloweennacht endete für elf junge Männer und Frauen aus Schwalbach am Taunus im Polizeigewahrsam. Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren wurden vorübergehend festgenommen, nachdem sie Mülltonnen im Ostring angezündet, Baustellenmaterial auf die Straße geworfen und die Polizeikräfte mit Feuerwerkskörpern und Steinen beworfen hatten. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. „Wir wollten Schlimmeres verhindern“, sagte Polizeisprecher Markus Hofmann der FR. In sieben Fällen wurde Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet, in einem Fall wegen Landfriedensbruchs.

Die randalierenden Jugendlichen, die mittlerweile wieder auf freiem Fuß sind, sind in der Main-Taunus-Stadt keine Unbekannten. „Die meisten von ihnen kennen wir“, erzählt Markus Hofmann. Es sei allerdings sehr schwierig, ihnen Straftaten nachzuweisen, die letztlich auch von der Staatsanwaltschaft und Gerichten weiterverfolgt und entsprechend geahndet würden. Für viele der Jugendlichen gelte noch das Jugendstrafrecht. „Da ist das noch komplizierter.“

Nachdem sich die Randale Jugendlicher und Attacken gegen Polizisten in den letzten Monaten in Schwalbach und der Nachbarstadt Bad Soden gehäuft hatten, arbeiten die Stadt Schwalbach und die Polizei eng zusammen. Auf dem Rathausdach wurde eine Videokamera installiert. Seither sei es am Markplatz auch deutlich ruhiger geworden, sagte Schwalbachs Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) der FR. Auch im nebenan liegenden Limes-Einkaufszentrum seien keine Läden mehr durch Vandalismus beschädigt worden.

Die Polizei verstärkte außerdem den Streifendienst in Schwalbach und nahm zahlreiche Kontrollen in der Stadt vor. Dabei habe man rund 100 Jugendliche regelmäßig angetroffen, nicht nur aus Schwalbach sondern auch aus anderen Main-Taunus-Kommunen, berichtet Polizeisprecher Markus Hofmann. Die meisten von ihnen stuft die Polizei als „Mitläufer“ ein. Rädelsführer gebe es fünf bis zehn, sagt Hofmann. An sie heranzukommen sei sehr schwierig. Der Migrationsbeauftragte der Hessischen Polizei sei schon mehrmals in Schwalbach gewesen, die Gruppe sei jedoch für Gespräche und Präventionsangebote nicht zugänglich.

Erst Randale, nun Vernehmungen

Auch die Sozialarbeiter der Stadt hätten versucht, Kontakt mit den jungen Leuten aufzunehmen. „Wir sind da aber nicht weitergekommen“, sagt Bürgermeisterin Augsburger.

Das Polizeipräsidium Westhessen arbeitet mittlerweile eng mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt zusammen. Man versuche, über das Straf- und Prozessrecht eine Verurteilung der Täter zu erreichen, erläutert Polizeisprecher Hofmann,

Nach den Randalen am Halloweenabend im Ostring, bei dem mehrere Dutzend Polizisten aus Frankfurt, Wiesbaden und dem Main-Taunus-Kreis sowie der Hessischen Bereitschaftspolizei zusammengezogen wurden, um der Randalierer Herr zu werden, würden in den nächsten Tagen die Spuren ausgewertet und Vernehmungen geführt, kündigte der Polizeisprecher an. „Wir hoffen, dass wir am Ende alles aufklären können.“

Auch andernorts in Hessen musste die Polizei am Dienstagabend ausrücken. Der gravierendste Vorfall ereignete sich in einer Turnhalle an der Stresemannstraße in Darmstadt-Eberstadt. Wie die Polizei berichtete, drangen etwa 20 bis 30 Kinder und Jugendliche gegen 19.45 Uhr in die Halle ein, in der gerade ein Fitnesskurs abgehalten wurde. Die Täter zerstörten Matten, warfen mit Eiern um sich und zielten auch auf die Sportler. Die Polizisten nahmen am Ort des Geschehens drei Kinder im Alter von zwölf und 13 Jahren fest und übergaben sie ihren Eltern. Nach den übrigen Randalierern suchen die Beamten.

Davon abgesehen war es ein recht ruhiger Halloweenabend. Die meisten Polizeidienststellen in Hessen berichteten nur von vereinzelten Eierwürfen und Mülltonnenbränden.

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