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Gewalt im Sport

Hessische Politiker verurteilen Gewalt gegen Fußball-Schiedsrichter

  • Jakob Maurer
    VonJakob Maurer
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Nach Attacken gegen Unparteiische im Amateurfußball diskutieren Abgeordnete im Landtag über die Verrohung der Gesellschaft.

Der hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) hat klare Sanktionen und härtere Strafen bei Gewalt im Sport gefordert. „Die Verbände müssen vorweggehen und sagen: ,Wir ächten jede Form von Gewalt‘“, sagte er am Mittwoch im hessischen Landtag.

In den vergangenen Wochen waren im hessischen Amateurfußball mehrfach Schiedsrichter angegriffen worden. Ein besonders brutaler Fall machte im Oktober Schlagzeilen: Ein Spieler des FSV Münster hatte bei einem Spiel im Kreis Dieburg den Unparteiischen mit der Faust bewusstlos geschlagen.

Die Verbände seien sich des Problems zwar durchaus bewusst, sagte Beuth, doch er sei sich „nicht sicher, ob sie sich dieser Aufgabe richtig annehmen“.

Die Koalitionsfraktionen CDU und Grüne stellten einen Antrag zum gewaltfreien Wettkampf und sportlicher Fairness. Darin betonten sie, dass sie ehrenamtliches Engagement in Gefahr sähen, wenn Schiedsrichter körperlich attackiert würden. „Gewalt im Sport dürfen wir nicht akzeptieren. Gewalttäter müssen wir sanktionieren, damit wir uns den friedlichen Sport erhalten“, sagte Beuth.

Hessen: Appell an Profis

Oliver Ulloth (SPD) appellierte an die Profifußballer, sich ihrer Vorbildfunktion bewusster zu sein. Denn Amateure kopierten „nicht nur Freistoßvarianten, sondern auch unsportliches Verhalten“. Stefan Müller (FDP) schlug vor, dass Spieler dem Schiedsrichter schon vor dem Spiel für seinen Einsatz danken könnten: „Denn ohne Schiri wird kein Spiel angepfiffen.“

Die AfD-Fraktion legte einen eigenen Antrag vor. Ihr Abgeordneter Dirk Gaw stellte die Gewalt in den Kontext eines „zunehmend verrohten Zusammenlebens“. Angriffe auf Schiedsrichter wie Rettungskräfte hätten nicht in der Anzahl, sondern in der Intensität zugenommen. Vanessa Gronemann (Grüne) kritisierte, dass der AfD-Antrag Homophobie, Rassismus und Antisemitismus nicht verurteile.

SPD, FDP und Linke stimmten mit CDU und Grünen für deren Antrag. Die AfD-Abgeordneten votierten als einzige für den eigenen Antrag.

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