Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Legt den Schwerpunkt jetzt auf Berlin: Daniela Wagner.
+
Legt den Schwerpunkt jetzt auf Berlin: Daniela Wagner.

Daniela Wagner

Hessische Grünen-Chefin tritt nicht mehr an

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
    schließen

Nach der Wahl von Daniela Wagner in den Bundestag müssen sich die hessischen Grünen im November eine neue Landesvorsitzende suchen.

Die hessischen Grünen müssen sich eine neue Landesvorsitzende suchen. Parteichefin Daniela Wagner hat sich nach ihrer Wahl in den Bundestag nun doch entschlossen, ihr Amt im November zur Verfügung zu stellen. Ursprünglich hatte sie erneut kandidieren wollen.

Am 18. November wählen die Grünen in Hanau ihre Parteispitze für die nächsten zwei Jahre. Mit Wagners Entscheidung ist das Rennen eröffnet für Kandidaturen. Der 43-jährige Co-Vorsitzende Kai Klose will wieder antreten. Er übernimmt am Montag als Integrations-Staatssekretär ein Regierungsamt.

Angesichts des Wahlergebnisses warte in Berlin „eine völlig neue Herausforderung“, sagte die 60-jährige Darmstädterin Wagner der Frankfurter Rundschau am Wochenende als Grund für ihre Entscheidung. Es werde den Grünen „viel Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit abverlangen“, eine neue Regierung auszuhandeln. Dabei will sie sich darauf konzentrieren, die hessischen Erfahrungen mit einer CDU-geführten Koalition einzubringen.

Zugleich benötigten die hessischen Grünen aber einen tatkräftigen Landesvorstand, der sich voll auf die Landtagswahl 2018 konzentrieren könne. „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, sagte Wagner.

Anders als im Bundestagswahlkampf, wo zahlreiche Vorarbeiten von der Bundespartei erledigt würden, müsse ein Landtagswahlkampf von der hessischen Partei vorbereitet und gelenkt werden. „Das fordert Präsenz. Das kann man nicht so nebenher von Berlin steuern“, erklärte die Grünen-Politikerin. Ihrer Partei empfiehlt sie, eigene Themen im Landtagswahlkampf starkzumachen und nicht auf Themen einzusteigen, „wo die AfD die Klappe aufreißt“.

Manche wollen neue Spitze

Die Landesvorsitzenden gehören der wöchentlich tagenden schwarz-grünen Koalitionsrunde in Hessen an. Auch dies sei schwierig mit dem Mandat im Bundestag zu vereinbaren, sagte Wagner. Sie will sich in Berlin in ihren Schwerpunktthemen Wohnen, Mobilität und Stadtentwicklung engagieren.

Die frühere Darmstädter Schul- und Wohnungsbaudezernentin, die bereits 1999/2000 an der Parteispitze gestanden hatte, führt Hessens Grüne seit vier Jahren gemeinsam mit Kai Klose. Sie ist die Ehefrau des Darmstädter Oberbürgermeisters Jochen Partsch und gehörte dem Bundestag schon von 2009 bis 2013 an.

Zur Bundestagswahl 2017 trat sie als hessische Spitzenkandidatin an. Dabei war sie von ihrer Partei aber nur mit dem dürftigen Ergebnis von 52,9 Prozent nominiert worden, obwohl keine Gegenkandidatin angetreten war. Wagner sagt, dies sei kein Grund für ihren jetzigen Rückzug von der Grünen-Spitze. Sie erlebe aber in der Partei durchaus „das Bedürfnis nach einem neuen Gesicht an der Spitze“.

Wagner sieht die hessischen Grünen nach vier Jahren Amtszeit gut aufgestellt. Die Landespartei mit ihren 5200 Mitgliedern habe „einen kraftvollen Bundestagswahlkampf hingelegt“, lobte sie. Das Ergebnis von 8,9 Prozent im Bund und 9,7 Prozent in Hessen könne sich sehen lassen angesichts der Umfragewerte, die ein deutlich schlechteres Abschneiden hätten erwarten lassen.

„Man kämpft auch gegen die Umfragewerte und gegen die Stimmungen, die sie erzeugen“, sagte Wagner.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare