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Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen im ZDF-Interview.

Filmförderung

AfD-Chef Meuthen kritisiert Mendigs Abberufung als „Hexenverbrennung“ 

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Die hessische Filmförderung bekommt einen Übergangschef. Mendig soll zügig ersetzt werden.

Nach der Abberufung des Geschäftsführers der hessischen Filmförderung, Hans Joachim Mendig, soll zügig über eine Nachfolge entschieden werden. Man wolle „zeitnah eine Lösung für die übergangsweise Führung der Geschäfte finden“, teilte ein Sprecher des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst der Frankfurter Rundschau mit. 

Unklar ist weiterhin, was aus Mendigs Arbeitsvertrag wird, der noch bis Ende 2021 läuft. Denkbar wäre etwa, dass das Ministerium sich mit Mendig auf einen Auflösungsvertrag einigt oder ihm noch eine Kündigung ausspricht.

Trennung von Hans Joachim Mendig nach einstimmigen Beschluss

Der Aufsichtsrat der Hessenfilm und Medien GmbH hatte am Dienstag einstimmig beschlossen, sich von Mendig zu trennen. Das Ministerium hatte mitgeteilt, Hintergrund der Sitzung sei die Ankündigung von Filmschaffenden gewesen, nicht mehr mit der Hessenfilm zusammenzuarbeiten – und ein drohender Imageschaden für das Land Hessen und seine Filmförderung. Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) hatte bereits vor der Sitzung gesagt, sie beobachte die Entwicklung „mit wachsender Sorge“.

AFD-Chef Meuthen äußert sich zum Fall Hans Joachim Mendig

Mendig war in die Kritik geraten, weil er sich Ende Juli mit dem Bundesvorsitzenden der in Teilen rechtsextremen AfD, Jörg Meuthen, getroffen hatte. Laut Ministerium hatte Mendig dazu gesagt, es habe sich um ein privates Treffen gehandelt. Mehr als 300 Filmschaffende hatten daraufhin seinen Rücktritt gefordert. Jörg Meuthen schrieb auf Facebook, Mendig müsse wegen eines privaten Essens eine „hypermoralische Hexenverbrennung“ über sich ergehen lassen. Das erinnere an „finsterste Kapitel unserer Geschichte.

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