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Goethe-Uni in Frankfurt

Hessenticket kommt den Asta teuer

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Streit gibt es an der Goethe-Uni in Frankfurt über die zusätzlichen Verwaltungskosten durch die Bearbeitung von Härtefällen beim Hessenticket.

Das hessische Landesticket sorgt für Ärger an der Frankfurter Goethe-Universität. Wie der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni (Asta) mitteilte, sind seit der Einführung der kostenlosen Fahrkarte in diesem Jahr mehr als 42 000 Euro an zusätzlichen Verwaltungskosten entstanden.

Grund dafür ist die steigende Anzahl der Erstattungsfälle für das Semesterticket des RMV. Nach Berechnungen des Asta haben rund 1600 Studierende eine Erstattung ihrer Beiträge für 2018 beantragt. Sie sind zugleich als Studierende immatrikuliert sowie als wissenschaftliche Mitarbeiter oder wissenschaftliche Hilfskräfte an der Goethe-Uni beschäftigt.

Die Bearbeitungskosten dieser Härtefälle trägt die Studierendenschaft in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk. Zurzeit zahlt der Asta dem Studentenwerk eine Pauschale von rund 26 Euro pro Fall. Die Studierendenvertretung unterstützt deshalb die Resolution des Studierendenparlaments der Goethe-Uni vom 15. Oktober, sich gegen die Umlegung der Folgekosten des Landestickets auf die Studierendenschaft einzusetzen.

Im aktuellen Haushalt sei für die zusätzlichen Kosten kein Platz, erklärt Asta-Vorsitzender Johannes Fechner. „Wir bleiben auf den Kosten sitzen, weil wir keine Planungssicherheit seitens der Uni oder der Landesregierung hatten.“

Asta an Verhandlungen nicht beteiligt

An den Verhandlungen zur Einführung der kostenlosen Fahrkarte zwischen dem Land und der Uni wurde der Asta nicht beteiligt. Fechner beklagt auch die fehlende Einbindung an dem Weiterführungskonzept des Landestickets für 2019.

Die Landesregierung informierte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitte Oktober in einem Brief, dass die Freifahrtberechtigung für das kommende Jahr verlängert wird. Dass die Studierendenschaft nun vor vollendete Tatsachen gestellt werde, kritisiert Fechner als fahrlässig.

Die Universität steht dem Landesticket positiv gegenüber. Das Präsidium begrüße es, dass „nahezu alle Universitätsangehörige in den Genuss des Hessen-Tickets kommen“, heißt es in einer Stellungnahme auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Das Ticket war zunächst nicht für Angestellte der Stiftungsuniversität vorgesehen.

Die Universitätsleitung räumt ein, die Herausforderungen der steigenden Verwaltungskosten nicht erkannt zu haben. Sie weist aber darauf hin, dass dies die Konsequenzen aus einer vom Asta selbst initiierten Anpassung der Härtefondssatzung seien. Dort ist die Fallkostenpauschale festgeschrieben. Eine Satzungsänderung, wie sie von dem Unipräsidium vorgeschlagen wird, strebt Asta-Vorsitzender Fechner nicht an. Die zusätzlichen Härtefälle nun nicht zu bezahlen, ist für ihn nicht akzeptabel.

Eine schnelle Lösung in der Streitfrage ist nicht in Sicht. Während das Unipräsidium gegenüber der FR beteuert, sich im Dialog mit Asta und Studentenwerk zu befinden, behauptet die Studierendenvertretung, die Uni blockiere weiter die Kostenfrage und zeige bislang keine Gesprächsbereitschaft in dieser Angelegenheit.

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