Rüdiger Veit gehörte 19 Jahre lang der SPD-Bundestagsfraktion an.
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Rüdiger Veit gehörte 19 Jahre lang der SPD-Bundestagsfraktion an.

Hessen

Hessens SPD trauert um Rüdiger Veit

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Der Gießener Ex-Bundestagsabgeordnete Rüdiger Veit war ein Verteidiger der Menschenrechte. Jetzt starb er mit 71 Jahren.

Die Menschenrechte waren Rüdiger Veits Maßstab. Der Sozialdemokrat aus Gießen kämpfte dafür, dass geflüchtete Menschen ihre Familien zu sich holen konnten. Er machte sich dafür stark, niemanden in eine lebensbedrohliche Situation abzuschieben – auch keine Straftäter. „Sie haben ihre Menschenrechte nicht generell verwirkt“, hielt er den flüchtlingspolitischen Hardlinern entgegen. Jetzt ist Rüdiger Veit im Alter von 71 Jahren gestorben, wie die hessische SPD mitteilte.

Nicht immer konnte sich Rüdiger Veit mit seinen Positionen durchsetzen. Aber er hatte zwei Fähigkeiten auf seiner Seite: juristische Kenntnisse und politisches Stehvermögen. „Die Entschlossenheit und die Prinzipientreue, die sein langjähriges politischen Wirken ausgezeichnet haben, werden uns immer in Erinnerung bleiben, denn sie waren vorbildlich“, sagte die SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser.

Veit arbeitete als Rechtsanwalt, bis er 1986 zum Landrat des Landkreises Gießen gewählt wurde. Dieses Amt übte er zwölf Jahre lang aus, bis er 1998 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Dort blieb er Abgeordneter bis 2017.

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