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Ein Hund schaut zu Coronazeiten aus einem Fenster.  

Tiere

Hessens Hundeverordnung auf dem Prüfstand

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Hessens neuer Tierschutzbeirat will gleich ein heißes Eisen anpacken. Es geht um die umstrittene Rasseliste.

Der Hessische Tierschutzbeirat hat sich nach seiner Umstrukturierung neu formiert. In ihrer ersten Sitzung will sich die Arbeitsgruppe Hunde gleich ein heißes Eisen vornehmen. Es geht um den Umgang mit als gefährlich eingestuften Hunden. Geregelt ist dies in der „Hessische Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden“, landläufig „Kampfhundeverordnung“ genannt. Kern ist eine Liste von Rassen, denen grundsätzlich Gefährlichkeit unterstellt wird.

Im Frühsommer stehe das Regelwerk auf dem Prüfstand, teilt das Umweltministerium mit. Es gehe um die Frage, ob sich die Verordnung in der bisherigen Form bewährt habe und welche Veränderungen aus Sicht des Tierschutzes geboten seien. Kritiker bezweifeln, dass sie ihren Zweck erfüllt. Nicht nur, aber auch, weil die meisten Beißvorfälle auf das Konto von Schäferhunden gehen, die überhaupt nicht auf der Liste stehen. Sie fordern einen Hundeführerschein für alle.

Das Ministerium hat gegen viele Widerstände den Beirat nach 20 Jahren umstrukturiert. Alle Mitglieder haben einen Sitz in Hessen oder in einer Regionalgruppe. „Namhafte Tierschutzorganisationen“ seien dabei, sagte Ministerin Priska Hinz (Grüne) am Donnerstag. Wieder eingetreten seien „Animals’ Angels“, neu die „Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht“ und „ProVieh“ jeweils mit ihren Regionalgruppen.

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