+
Wer wieder arbeitet, hat ein Problem, sagt die Linke. Das Land rät zu Betreuungsgemeinschaften.

Kinder

Hessens Eltern in Nöten

  • schließen

Wer wieder arbeitet, hat ein Problem, sagt die Linke. Das Land rät zu Betreuungsgemeinschaften.

Setzt Hessen bei den Corona-Lockerungen die richtigen Prioritäten? Janine Wissler, Vorsitzende der Linksfraktion, meint nein. Unter anderem sieht sie ein rein praktisches Problem: „Wer“, fragt sie, „soll die Kinder all der Menschen betreuen, die ab dem 9. beziehungsweise 15. Mai wieder im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungsbereich arbeiten dürfen beziehungsweise müssen?“ Die Kitas hätten ja erst am 2. Juni „eingeschränkt“ geöffnet. Und auch für die Schulen fehle eine verlässliche Planung. „Das wird insbesondere Frauen vor große Probleme stellen“, befürchtet Wissler.

Die Frankfurter Rundschau gab die Frage weiter an die Sprecherin des hessischen Sozialministeriums, Alice Engel. Ihre Antwort: Da das Land sich der Probleme der Eltern bewusst sei, werde ab dem 2. Juni „unter Beachtung der notwendigen Hygiene“ in den Kitas wieder eine „eingeschränkte Regelbetreuung“ möglich. Details würden gerade ausgearbeitet. „Die Träger von Kitas brauchen Zeit, um diesen Öffnungsschritt verantwortlich in Sinne der Gesundheit der Kinder, der beschäftigten Fachkräfte und des Infektionsschutzes vorbereiten zu können.“

Als Alternative weist sie auf die Möglichkeit der „familiären Betreuungsgemeinschaft“ hin. Dank der aktuellen Rechtsänderung sei „die gegenseitigen Übernahme der Kinderbetreuung durch bis zu drei Familien“ nun ausdrücklich erlaubt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare