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Thorsten Schäfer-Gümbel zieht sich aus Politik zurück

Personal

Hessens SPD berät über ihre Zukunft

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Den Vorsitz der hessischen SPD gibt Schäfer-Gümbel beim Landesparteitag am 2. November ab. Wer beerbt ihn?

Die hessische SPD stellt in der kommenden Woche die Weichen für die Nachfolge des scheidenden Partei- und Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel. Am Donnerstagabend kommt der Landesvorstand in Butzbach zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Bereits am Dienstag trifft sich im Präsidium die engere Parteiführung. Diese Termine gab SPD-Sprecher Christoph Gehring am Freitag auf FR-Anfrage bekannt.

Parteichef Schäfer-Gümbel hatte in dieser Woche angekündigt, zu seinem 50. Geburtstag am 1. Oktober sein Landtagsmandat abzugeben und als Arbeitsdirektor zur staatlichen Entwicklungshilfe-Gesellschaft GIZ nach Eschborn zu wechseln. Bis dahin will er die Fraktion führen.

Den Vorsitz der hessischen SPD gibt Schäfer-Gümbel beim Landesparteitag am 2. November ab. Als Favoritin für Fraktions- und Parteivorsitz gilt Generalsekretärin Nancy Faeser. In einem Interview der FNP sagte Schäfer-Gümbel: „Ich rechne nicht mit einer Kampfabstimmung auf dem Parteitag im Herbst.“

Beim Parteitag wird ein umfassender personeller Wechsel erwartet. Von den drei Vizeposten ist einer vakant, seit der frühere nordhessische Bezirksvorsitzende Manfred Schaub im vorigen Jahr gestorben ist. Die verbliebenen Vizechefs sind Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang und der südhessische Bezirksvorsitzende Gernot Grumbach.

Grummeln über Grumbach

Da Stang nicht wieder als Bürgermeisterin kandidiert und ihre Amtszeit im September ausläuft, wird nicht mit ihrer erneuten Bewerbung als Parteivize gerechnet. Grumbach hingegen, der bereits seit 2001 als stellvertretender Landesvorsitzender amtiert, kann sich eine erneute Kandidatur vorstellen. „Es könnte sein, dass mir die Rolle der Erfahrung und Kontinuität zufällt“, sagte Grumbach jüngst der FR.

Das sehen nicht alle in der SPD so. „Bei aller Liebe, aber nach fast 20 Jahren sollte so mancher langsam an seine Nachfolge denken“, twitterte der stellvertretende Juso-Landeschef Giorgio Nasseh. „Das Landespräsidium der Hessen-SPD muss spürbar jünger, weiblicher und diverser werden.“ Dieser Tweet gefiel einigen Sozialdemokraten wie dem Landtagsabgeordneten Tobias Eckert.

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