Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Hamburger Künstler Oliver Schaffer musste für die Ausstellung im Kloster Eberbach extra Mönchsfiguren ordern.
+
Der Hamburger Künstler Oliver Schaffer musste für die Ausstellung im Kloster Eberbach extra Mönchsfiguren ordern.

Kultur in Hessen

Hessen:Playmobil-Figuren erzählen Kloster-Geschichte

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
    schließen

Im Kloster Eberbach öffnet am Sonntag eine Ausstellung für Familien. Der Hamburger Künstler Oliver Schaffer hat dafür Schaulandschaften im Mini-Format gestaltet.

Einiges an Fantasie und Fingerspitzengefühl hat die neue Ausstellung im Kloster Eberbach dem Hamburger Künstler Oliver Schaffer abverlangt. Der 42-Jährige, ein begeisterter Playmobil-Sammler, hat mit 5000 Figuren und 50 000 Einzelteilen riesige Dioramen geschaffen, die die fast 900-jährige Klostergeschichte erzählen. Die Ausstellung ist ab Sonntag zu sehen.

Oliver Schaffer konnte für die Erschaffung seiner Schaulandschaften in Miniformat aus einem großen Fundus wählen. Mit über 300 000 Figuren und einer Million Einzelteilen besitzt der Hamburger nach eigenen Angaben die weltweit größte Playmobil-Schausammlung. Nachdem er die Einladung des Klosters Eberbach in Eltville, eine Familienausstellung zu schaffen, angenommen hatte, wurde es für ihn dennoch etwas eng. Er hatte in seiner Sammlung nur 50 Mönche. Zum Glück konnte er bei dem Spielzeughersteller noch 350 Ordensbrüder nachkaufen.

In der Ausstellung, die sich vor allem an Familien wendet, ist der Nachbau des Zisterzienserklosters zu sehen. Auch können die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher Einblick in das klösterliche Leben nehmen, in die Schreibstube etwa, in der die Mönche die Bibel abschrieben, und in den Klostergarten, in dem sie Heilpflanzen anbauten. Auch die jüngere Vergangenheit findet Erwähnung, beispielsweise die Dreharbeiten im Jahr 1985 zu „Der Name der Rose“, der Verfilmung des internationalen Bestsellers von Umberto Eco mit Sean Connery.

Hundert Prozent realitätsgetreu sind die Dioramen nicht. Oliver Schaffer erlaubte sich künstlerische Freiheiten. Ein halbes Jahr brauchte er, bis er die Planung für die Ausstellung fertig hatte. Die Schau im Kloster Eberbach ist seine 50., wie er erzählt. Seine künstlerischen Landschaften waren schon in vielen Museen zu sehen. 2009 konnte er einen Teil seiner Sammlung im Musée des Arts décoratifs im Westflügel des Louvre in Paris zeigen.

„Während der Corona-Herausforderung und den damit verbundenen Klosterschließungen haben wir beschlossen, neue Formate zu entwickeln und vermehrt touristische Wege zu gehen“, begründet Jens Foerster, Projektleiter und Leiter des Klosterbetriebs, die Entscheidung, die Klostergeschichte mit Playmobil nachstellen zu lassen.

Die „Playmobil-Klostergeschichte(n)“ sind im Kloster Eberbach bis 28. Oktober zu sehen. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, am Wochenende von 9 bis 19 Uhr geöffnet. kloster-eberbach.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare