Gastronomie

Hessen zeigen großes Interesse an Hygiene-Zuständen

Wie ist es um die Hygiene im Restaurant bestellt? Den Hessen ist dieses Thema wichtig.

Ranziges Fett, vergammelte Spülecken, auf dem Boden Küchenschaben: Hessens Bürger schauen im deutschlandweiten Vergleich besonders genau hin, wie es mit der Hygiene in ihren Restaurants und Gaststätten aussieht. Wie die Verbraucherorganisation foodwatch am Mittwoch in Berlin mitteilte, gingen bei der Online-Plattform "Topf Secret" seit ihrem Start im Januar mehr als 2500 Anfragen zu den Ergebnissen der hessischen Lebensmittelkontrolleure ein. Auf 100 000 Einwohner hochgerechnet, sind dies 41 Anfragen - deutschlandweit sind es lediglich 31 Anfragen pro 100 000 Einwohner.

Das gemeinsame Portal von foodwatch und der Transparenzinitiative "Frag den Staat" ermöglicht es, bei den Behörden gezielt nach den amtlichen Kontrollergebnissen von Restaurants, Supermärkten oder Kiosks zu fragen. Die Antworten sollen dann in einer Karte veröffentlicht werden und für jeden einsehbar sein. Nach Darstellung der Initiatoren gaben die zuständigen Ämter in Hessen - im Gegensatz zu anderen Bundesländern - die Informationen größtenteils heraus. Das Land betreibt mit seinem "Verbraucherfenster Hessen" aber ohnehin eine eigene Internet-Seite, über die es über Hygienemängel in Betrieben informiert.

Nach Einschätzung der Initiative "Frag den Staat" haben Bürger einen gesetzlichen Anspruch auf die Hygiene-Kontrollergebnisse. Dennoch klagen zahlreiche Lebensmittelbetriebe gegen Behörden, die solche Ergebnisse veröffentlichten. In Deutschland liegt die offizielle Beanstandungsquote in Sachen Hygiene bei rund 25 Prozent. (dpa)

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