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Hessen zahlt Ausfallhonorare

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Die Erstattung kommt Künstlern an den Theatern des Landes Hessen zugute.

Gute Nachricht für Schauspieler, Musiker, Tänzer und andere Kulturschaffende in Hessen: Wer künstlerische Engagements an hessischen Staatstheatern oder am Landestheater Marburg vereinbart hatte, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, erhält wenigstens ein Ausfallhonorar von 50 Prozent. „Nach Einzelfallprüfung sind auch Zahlungen von bis zu 100 Prozent möglich“, sagte der Sprecher von Kunstministerin Angela Dorn (Grüne), Volker Schmidt, der Frankfurter Rundschau.

Zuvor hatte die in der Bundesregierung zuständige Kultur-Staatsministerin Monika Grütters (CDU) mitgeteilt, dass die vom Bund geförderten Kulturinstitutionen den Künstlerinnen und Künstlern bis zu 60 Prozent ihrer Gage als Ausfallhonorar zahlten. Das gelte bei Honoraren bis zu 1000 Euro pro Veranstaltung. Bei höheren Gagen seien es 40 Prozent. Die Höchstgrenze der Erstattungen liege bei 2500 Euro, sagte Grütters. Die hessische Linken-Fraktionschefin Janine Wissler hatte die Landesregierung daraufhin aufgefordert, es dem Bund gleichzutun.

„Was die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien für den Bund verkündet hat und die hessische Linke aufgreift, tun wir an den hessischen Staatstheatern und am Landestheater bereits“, sagte der Sprecher von Ministerin Dorn. Ausfallhonorare seien in Hessen üblicherweise ohnehin in den Gastverträgen vorgesehen, erläuterte er. Das Ministerium habe den Bühnenleitungen zudem empfohlen, in der Zeit der Corona-Pandemie ihren Ermessensspielraum zu nutzen. Dabei solle „der Grundsatz des fairen Umgangs“ im Vordergrund stehen.

Unter der Regie des Landes stehen die drei Hessischen Staatstheater in Darmstadt, Wiesbaden und Kassel sowie das Hessische Landestheater Marburg. Die Regierung erwartet, dass andere Kultureinrichtungen auch Ausfallhonorare zahlen. „Wir haben allen Zuwendungsempfängern im Bereich der Darstellenden Kunst empfohlen, nach diesen Empfehlungen zu verfahren“, so Schmidt.

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