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Hessen: Wohnungspreise bleiben trotz Krise hoch

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Von: Christoph Manus

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Wohnraum in Frankfurt und Umgebung bleibt knapp und teuer.
Wohnraum in Frankfurt und Umgebung bleibt knapp und teuer. © Monika Müller

Als Folge der Energiekrise sieht der Maklerverband IVD eine höhere Nachfrage nach Immobilien mit alternativer Energieversorgung. Mit sinkenden Preisen rechnet er nicht.

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich nach Beobachtung des Maklerverbands IVD Mitte bisher kaum auf die Preise für Wohnimmobilien in Hessen aus. Größere Preissprünge seien in diesem Jahr zwar eher nicht zu erwarten. Hinweise auf einen Rückgang sieht der Verband aber ebenso wenig. Der Anlagedruck von institutionellen Investoren werde hoch bleiben, Immobilien seien zudem gerade „in Zeiten wie diesen“ beliebt als Anlage und als Altersvorsorge. Die Vermarktungszeiten von Wohnimmobilien könnten sich allerdings verlängern, heißt es.

Stärker wirken sich der Krieg und die Energiekrise laut IVD auf die Art des gesuchten Wohnraums aus. „Verbraucher werden eher Immobilien mit einer autarken Versorgung bevorzugen“, prophezeit er. „Dazu gehören sicherlich Energiequellen wie Solar, Luft-Wärme, Holzpellets und Öko-Strom.“

Selbst wenn die Preise und Mieten nicht weiter steigen sollten, haben sie laut der Zahlen des IVD zumindest in Frankfurt und der Region ein Niveau erreicht, dass sich Haushalte mit durchschnittlichen Einkommen kaum leisten können. Für ein Reihenmittelhaus ohne Garage in guter Lage sind demnach in Frankfurt schwerpunktmäßig 850 000 Euro zu zahlen, im Vordertaunus 750 000, im sonstigen Frankfurter Umland 700 000 Euro. Die Preise für Wohnungen mit gutem Wohnwert sieht der Verband für Frankfurt bei 5800 Euro, für sehr guten Wohnwert sogar bei bis zu 11 000 Euro pro Quadratmeter. Auch Wohnungen im Umland haben sich laut IVD deutlich verteuert.

Bei den Mieten beobachtet der Verband ebenfalls ein gestiegenes Niveau. So seien etwa für Wohnungen der Baujahre ab 1949 (ohne Neubau) mit gutem Wohnwert in Frankfurt inzwischen 13,50 Euro pro Quadratmeter zu zahlen.

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