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Hessen will weniger Verkehrsunfälle

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Von: Florian Leclerc

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Hessens Straßen sollen sicherer werden. Foto: Renate Hoyer
Hessens Straßen sollen sicherer werden. © Renate Hoyer

In Hessen soll es künftig Verkehrsschauen für Kinder und Jugendliche geben. Ein neues Verkehrssicherheitskonzept sieht weitere Projekte zur Unfallvermeidung vor.

Mit einem neuen Verkehrssicherheitskonzept bis 2035 will das Hessische Verkehrsministerium die Zahl der Unfälle im Land verringern. Das 94 Seiten lange Dokument sieht zahlreiche Projekte zur Unfallprävention vor. Dazu zählt die Einrichtung von Kinder- und Jugendverkehrsschauen, bei denen Polizei und Behörden mit Kindern und Jugendlichen Gefahrenstellen untersuchen sollen.

Für mehr Sicherheit an Motorradstrecken sollen 450 unfallträchtige Kurven nachgerüstet werden. Ein Unterfahrschutz soll die Lücke zwischen Bankett und Schutzplanke schließen.

Für Kommunen werden Beratungsmöglichkeiten wie der Nahmobilitäts-Check und der Planungs-Check angeboten. Das Land fördert die Umsetzung von Maßnahmen in der Regel mit 70 Prozent der Kosten.

Langfristig wird die „Vision Zero“ angestrebt

Das vorherige Verkehrssicherheitskonzept stammt aus dem Jahr 1993. Das neue Konzept sieht 57 Einzelmaßnahmen vor, die vor allem dem Schutz der Schwächeren – Kinder, Senior:innen, Fußgänger:innen, Radfahrer:innen – dienen sollen. Das Konzept wurde unter Leitung des hessischen Mobilitätsbeauftragten Volker Sparmann mit Vertreterinnen und Vertretern der Verkehrswirtschaft, der Wissenschaft, der Interessenverbände und der Verwaltung entwickelt.

„Ziel ist es, den Straßenverkehr in Hessen noch sicherer zu gestalten und die Zahl der Verkehrstoten weiter zu reduzieren – unabhängig davon, welches Verkehrsmittel genutzt wird“, sagte Markus Meysner, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag.

Karin Müller, die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, hob die Kinder- und Jugendverkehrsschauen hervor: „Sie sollen helfen, die Gefahrenstellen, die besonders die Jüngsten gefährden, sicherer zu gestalten und so ein Bewusstsein für die Gefahren zu liefern.“

2019 sind auf Hessens Straßen 224 Menschen ums Leben gekommen. 2020 waren es 205, der niedrigste Wert seit 1950, wie der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) ausführte. Bis 2035 soll die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Hessens Straßen um zwei Drittel reduziert werden. Langfristig werde die „Vision Zero“, also null Getötete und möglichst wenige Schwerverletzte, verfolgt.

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