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Verkehr

Hessen will passgenaue Radwege bauen

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Schulwege und Alltagsrouten müssen nicht die gleichen Anforderungen erfüllen. Deshalb gibt es jetzt eine neue Planungshilfe.

Die Planung von Radwegen in Hessen soll sich stärker an den Anforderungen jener orientieren, die sie nutzen. „So gelten zukünftig für die Verbindungen zur Schule höhere Anforderungen als für andere Verbindungen des Alltagsverkehrs“, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden. Gemeinsam mit den Kreisen, Städten und Gemeinden will das Land demnach ein Radnetz aufbauen, auf dem sich auch Menschen mit geringerer Fahrpraxis sicher fühlen. Helfen soll dabei eine neue Handreichung mit Qualitätsstandards und Musterlösungen, auf die Planer:innen zurückgreifen können.

Bislang gibt es laut Al-Wazir lediglich ein bundesweites Regelwerk, das nicht zwischen den unterschiedlichen Nutzergruppen differenziert. Dieses Manko will die Landesbehörde Hessen Mobil beheben. Seit Jahresanfang ist sie nicht mehr zuständig für die Autobahnen. Das hat der Bund übernommen. Als neuen Arbeitsschwerpunkt hatte Al-Wazir dieser Tage bereits den Radverkehr angekündigt.

Hessen Mobil soll selbst Projekte an Bundes- und Landesstraßen umsetzen. Außerdem soll die Behörde Kreise, Städte und Gemeinden mit ihrem Know-how dabei unterstützen, eine hochwertige Infrastruktur vor Ort zu schaffen. Das können baulich getrennte Radwege sein, Fahrradstreifen, Fahrradstraßen, Fahrradzonen oder auch Tempo-30-Zonen.

Geld fürs Rad

Von 2014 bis 2019 hat Hessen laut Verkehrsministerium rund 111 Millionen Euro in den Haushalten für den Radverkehr bereitgestellt.

Für die nächsten vier Jahre stehen demnach rund 244 Millionen Euro zur Verfügung, die durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes für Hessen voraussichtlich noch um weitere 43 Millionen Euro verstärkt werden können. jur

„Die Einsatzbereiche der unterschiedlichen Führungsformen werden abhängig vom jeweiligen Netz und den darauf zu erwartenden Radlerinnen und Radlern definiert“, so der Minister. Ein Schulnetz etwa müsse andere Bedingungen erfüllen als ein Radnetz oder ein sogenanntes Radzusatznetz. Für die einzelnen Führungsformen würden Schwellenwerte definiert, insbesondere für Geschwindigkeiten und Anzahl der Kraftfahrzeuge. Berücksichtigt würden dabei die objektive Sicherheit ebenso wie das Sicherheitsempfinden.

Wie der Minister betonte, fange Hessen nicht bei null an: „Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Bund die Investitionen in den Radverkehr deutlich gesteigert.“ Für die nächsten vier Jahre stünden erhebliche Summen zur Verfügung. „Durch die neue Planungshilfe wollen wir sicherstellen, dass die Mittel so gut wie möglich eingesetzt werden.“

Die Muster für einen sicheren Ausbau des Radnetzes würden durch das neue Angebot deutlich erweitert. Das gelte insbesondere dort, wo Straßen gequert werden müssten oder wenn der Radweg ende. Zu finden seien auch Lösungen für die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung. „Diese bieten oft attraktive Möglichkeiten für den Radverkehr und können in vielen Fällen mit geringem Aufwand sicher umgesetzt werden.“

www.nahmobil-hessen.de

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