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Kriminalität

Hessen: Weniger Jugendliche kri-minell

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Justizministerin Kühne-Hörmann führt Erfolg wird auf Häuser des Jugendrechts zurück.

Jugendliche in Hessen werden immer seltener zu Straftäter:innen. Die Zahl der Ermittlungsverfahren in Jugendsachen lag 2020 bei 41 582. Im Jahr 2010 habe sie noch bei 56 993 gelegen, was einen Rückgang um 27 Prozent bedeute, teilte das Hessische Justizministerium am Freitag mit. Noch deutlicher sehen die Zahlen demnach aus, wenn die Verurteilungen zugrunde gelegt werden. Die Zahl der nach Jugendstrafrecht verurteilten Jugendlichen sank von 3563 im Jahr 2009 um fast 50 Prozent auf 1824 im Jahr 2019. Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei Gewaltdelikten.

Beschleunigte Verfahren

Die Anzahl der Jugendlichen, die wegen Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit verurteilt wurden, sank von 1048 im Jahr 2009 auf 373 im Jahr 2019. Die Zahl der wegen Raub oder Erpressung verurteilten Jugendlichen sank im gleichen Zeitraum von 265 auf 149.

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) führt die erfreuliche Entwicklung in Hessen nicht zuletzt auf die Häuser des Jugendrechts zurück. Die Einrichtungen vereinen unter einem Dach Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe und Täter-Opfer-Ausgleich. Diese Konzentration soll für beschleunigte Verfahren sorgen, um Jugendliche die Strafe nach einer Tat möglichst unmittelbar spüren zu lassen. Dadurch soll die Strafe eine erzieherische Wirkung entfalten. „Die Häuser des Jugendrechts zeigen Wirkung und sind deshalb eine wichtige Investition in die Sicherheit unseres Landes“, so Kühne-Hörmann.

In Hessen gibt es bislang vier entsprechende Häuser: in Wiesbaden, Offenbach und zwei in Frankfurt. Das Erfolgsmodell soll zudem weiter ausgebaut werden. Der Ministerin zufolge stehe die Einrichtung eines Hauses in Kassel unmittelbar bevor. In Frankfurt sind sogar noch zwei weitere Häuser des Jugendrechts geplant. Neben den Einrichtungen in Höchst (West) und im Mertonviertel (Nord) soll im zweiten Quartal 2021 ein drittes Haus in Sachsenhausen (Süd) eröffnen. Eine weitere Einrichtung zur gebündelten Zusammenarbeit in Sachen Jugendkriminalität soll im Osten der Stadt entstehen, wobei dort allerdings noch nicht mit der Suche nach einer geeigneten Immobilie begonnen wurde. Nach der Vorstellung des Justizministeriums soll Frankfurt die bundesweit erste Stadt werden, die flächendeckend über Häuser des Jugendrechts verfügt.

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