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Warnung vor Praxissterben

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Kassenärzte fordern vom Bund, den Schutzschirm für niedergelassene Ärzte zu verlängern. Speziell Hausärzte verzeichnen wegen der Corona-Pandemie Honorarverluste.

Eigentlich müssten Ärzte in Zeiten der Pandemie alle Hände voll zu tun haben. Doch es gibt tatsächlich Praxen, die wegen Corona in finanzielle Schieflage geraten sind, warnt die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen. In einer Resolution fordert sie deshalb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, den Schutzschirm für die Niedergelassenen mindestens um ein halbes Jahr bis zur Jahresmitte 2021 zu verlängern. Sonst drohten Insolvenzen und ein Praxissterben.

„Nach wie vor werden sieben von acht Covid-Erkrankten in den Praxen der Niedergelassenen versorgt“, heißt es in der Resolution. „Die Systemrelevanz der Praxen liegt damit auf der Hand.“ Sie müssten sich jetzt auf die Versorgung der Patient:innen konzentrieren „und zusätzlich die Hauptlast der Impfleistungen erbringen“. Im ersten Halbjahr 2020 profitierten nach Angaben von KV-Sprecher Karl Roth hauptsächlich Hausärzt:innen von dem finanziellen Schutzschirm; auch einige Psychologische Psychotherapeut:innen und Strahlentherapeut:innen nutzten die Möglichkeit, ihre Honorarverluste zu verringern.

Im ersten Quartal meldeten sich 1163 Praxen, im zweiten waren es 2022 von insgesamt 9000 Praxen in Hessen. Gründe könnten das Fehlen von Schutzausrüstung zum Anfang der Pandemie gewesen sein oder die große Verunsicherung, wegen der viele Menschen die Praxen mieden.

Angesichts der hohen Infektionszahlen rechne wohl keiner mit einem raschen Ende der Pandemie, so der KV-Sprecher. Die Ärzte könnten zwar auch in den Testcentern der KV arbeiten; für die Massenimpfung werde ebenfalls noch Personal gesucht. „Aber nicht jeder ist dafür geeignet.“ Und die Verluste einer Praxis könnten mit den dort bezahlten Honoraren nicht komplett ausgeglichen werden.

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