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Hessen: Warnstreik in 15 Betrieben

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Von: Gregor Haschnik

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In Hessen wurde gestreikt.
In Hessen wurde gestreikt. © Hendrik Schmidt/dpa/Symbolfoto

Im Rahmen der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie machen die Beschäftigten Druck. Sie kämpfen für acht Prozent mehr Lohn.

Nach den ergebnislosen Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie haben sich am dritten Warnstreiktag in Hessen – mit dem Schwerpunkt am Dienstag – 2250 Beschäftigte aus 15 Betrieben beteiligt. Das teilte die IG Metall Mitte mit. An der größten Aktion bei Daimler-Truck in Kassel hätten etwa 910 Mitarbeiter:innen teilgenommen, um der Forderung nach besseren Bedingungen Nachdruck zu verleihen.

Seit dem 29. Oktober haben den Angaben zufolge im Bezirk Mitte, der auch Thüringen, Rheinland-Pfalz und das Saarland umfasst, insgesamt 6920 Beschäftigte aus 39 Unternehmen gestreikt.

Jörg Köhlinger, Verhandlungsführer und Leiter der IG Metall Mitte, forderte die Arbeitgeber auf, die Zeit bis zum nächsten Termin am 10. November zu nutzen, um „ein verhandelbares Angebot“ zu machen. „Wenn nicht, werden wir den Druck nochmals erhöhen.“ Die Empörung der Beschäftigten sei schon jetzt groß: „Gießen Sie kein zusätzliches Öl ins Feuer, nutzen sie die Zeit.“

In der Auseinandersetzung fordert die IG Metall auch aufgrund der aktuell hohen Inflationsrate acht Prozent höhere Löhne und Gehälter. Die Arbeitgeberseite, die auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen verweist, hat unter anderem eine sogenannte Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro, die von Steuern und Abgaben befreit werden soll, sowie eine spätere, noch nicht konkretisierte Gehaltserhöhung in Aussicht gestellt. Für den heutigen Mittwoch sind weitere Warnstreiks angekündigt. gha

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