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Laut dem zuständigen Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HSMI) steht ein neues Testverfahren in der Virologie der Universitäten in Marburg und Frankfurt zur Verfügung.

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Hessen: Gut vorbereitet auf den Coronavirus

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Was Hessen jetzt alles über das Virus wissen müssen.

Verdachtsfälle auf Infektionen mit dem Coronavirus gibt es seit Mittwoch auch in Hessen. Was hinter dem Virus steckt und wie das Land sich und sein medizinisches Personal darauf vorbereitet, ist hier in zentralen Fragen und Antworten zusammengestellt.

Was ist über das Virus bekannt?Es handelt sich bei 2019-nCoV um ein neues Virus aus der Gruppe der Coronaviren, zu der auch der Erreger des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms (Sars) zählte, das 2002 ebenfalls in China ausbrach. Gesichert ist, dass das neue Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Wie verläuft eine Erkrankung?

In vielen Fällen ist sie harmlos und ähnelt einer Erkältung. Bei einem Teil der Erkrankten löst sie jedoch schwere Lungenentzündungen aus, die zum Tod führen können. Symptome sind Fieber, Husten und Atemnot. Schwerkranke Menschen tragen vermutlich mehr Viren in sich und können die Infektion schneller übertragen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch können bis zu 14 Tage vergehen.

Kann man die Erkrankung in Hessen diagnostizieren?

Ja. Laut dem zuständigen Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HSMI) steht ein neues Testverfahren in der Virologie der Universitäten in Marburg und Frankfurt zur Verfügung. Dieses kommt jedoch erst zum Einsatz, wenn die genannten Symptome vorliegen, die erkrankte Person in den vergangenen 14 Tagen im Risikogebiet in China war und ein Influenza-Schnelltest negativ verlief.

Was müssen Reisende nach China beachten?

Für die Provinz Hubei, in der auch die Stadt Wuhan liegt, hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen. Für das restliche Land gibt es bisher keine Warnung. Abgesehen davon wird geraten, in China Kontakt zu Tieren und rohen Tierprodukten sowie zu kranken Menschen zu vermeiden. Wenn während eines Fluges Symptome auftreten, sollen Reisende sich beim Bordpersonal melden.

Was passiert, wenn am Flughafen Frankfurt ein Infektionsverdacht vorliegt?

Das betroffene Flugzeug parkt auf einer Sonderposition. Dort gehen Ärzte des Gesundheitsamtes an Bord und untersuchen die erkrankte Person. Falls ein Verdacht auf eine Infektion besteht, kann die betroffene Person mit einem Sonderisolierfahrzeug sofort in die zuständige Klinik gebracht werden.

Sind Hausärzte und Krankenhäuser auf Verdachtsfälle vorbereitet?

Das HSMI hat Informationen für Ärzte bereitgestellt, wie diese sich im konkreten Fall zu verhalten haben. Die hessischen Gesundheitsämter sind in Rufbereitschaft und können von den Ärzten direkt erreicht werden. Die Krankenhäuser halten Schutzkleidung vor, um infizierte Personen behandeln zu können.

Zusammengestellt von Jakob Maurer

Im Umgang mit dem Coronavirus gibt es im Februar Aufregung in Offenbach. Die Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) will zum Sommer keine neuen Studenten aus China aufnehmen. Nach gemischten Reaktionen sprechen die Offenbacher Hochschule und das Hessische Wissenschaftsministerium von einem Missverständnis bei der Kommunikation.

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