Inhaftiert in der Türkei

Unterstützung aus Hessen für Menschenrechtlerin 

SPD und Linke fordern den Einsatz der Landesregierung für die inhaftierte türkische Ärztin Sebnem Korur Fincanci.

Die hessische Landesregierung soll sich gegenüber der türkischen Regierung dafür einsetzen, die in der Türkei inhaftierte Menschenrechtlerin Sebnem Korur Fincanci freizulassen. Das fordern SPD und Linke in einem gemeinsamen Antrag, der nächste Woche im Landtag beraten werden soll.

Am 28. November hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) der türkischen Ärztin den Hessischen Friedenspreis verliehen, weil sie sich gegen Folter und Menschenrechtsverletzungen in der Türkei engagiert. Die Preisträgerin war sich darüber klar, dass ihre Aktivitäten der Regierung in Ankara ein Dorn im Auge sind. „Es könnte dazu kommen, dass ich verhaftet werde und ins Gefängnis muss“, sagte sie am Tag der Preisverleihung im FR-Interview. Drei Wochen später wurde sie wegen Vorwürfen angeblicher „Terrorunterstützung“ zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt.

„Aus der Verleihung des Friedenspreises erwächst eine besondere Verantwortung des Landes Hessen für die Preisträgerin wie auch für alle anderen politischen Gefangenen in der Türkei“, finden SPD und Linke. Der Landtag solle „die Kriminalisierung, Verhaftung und Inhaftierung von unzähligen Politikern, Menschenrechtsaktivisten, Journalisten, Anwälten und weiterer demokratischer Kräfte durch die türkische Regierung“ verurteilen, heißt es in ihrem Antrag.

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