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Hessen: Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine schließen

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Von: Jutta Rippegather

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Weil zuletzt weniger Menschen vor dem Krieg geflohen sind, werden nicht mehr alle Aufnahmeeinrichtungen benötigt.

Das Land schließt Ende Juni das Erstversorgungszentrum für ukrainische Flüchtlinge in Frankfurt. Die Notunterkunft im Landkreis Limburg-Weilburg, die ohnehin nur im Standby-Betrieb gehalten worden war, wird ebenfalls zurückgebaut. Die Unterkünfte in den Landkreisen Wetterau, Hochtaunus, Lahn-Dill sowie Marburg-Biedenkopf sind schon zu. Nach der Verlagerung des Kriegsgeschehens in den Osten des Landes hätten sich die Fluchtbewegungen gen Mitteleuropa in den vergangenen Wochen deutlich verringert, teilte das Innenministerium mit.

„Dies hat sich spürbar auch auf das Ankunftsgeschehen in Hessen ausgewirkt.“ Insgesamt hätten rund 65 000 Geflüchtete aus der Ukraine bisher in den hessischen Städten und Gemeinden Obdach gefunden haben. Die Notunterkünfte waren notwendig geworden, weil die Kapazitäten der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen nicht ausgereicht hatten. Die Stadt Frankfurt hatte im Auftrag des Landes ein sogenanntes Erstversorgungszentrum eingerichtet, weil so viele Ukrainer:innen über das Verkehrsdrehkreuz Hauptbahnhof in Hessen ankamen.

Diese Gruppe werden künftig umgehend mit dem Bus in die Erstaufnahme transferiert werden, so das Ministerium. „Dies entspricht dem Vorgehen während der erhöhten Flüchtlingsbewegungen in den Jahren 2015 und 2016.“ Auch die ukrainischen Geflüchteten, die sich aktuell noch im Erstversorgungszentrum aufhalten, sollen nach Gießen gebracht werden. Dort werden sie nach einem festen Schlüssel auf die hessischen Landkreise verteilt.

Als einzige Notunterkunft verbleibe die Einrichtung am Standort Alsfeld im Vogelsbergkreis, die zunächst fortgeführt werde.

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