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Westhessens Polizeipräsident Stefan Müller (li.) und Innenminister Peter Beuth (CDU) präsentieren die Ergebnisse der Expertenkommission.
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Westhessens Polizeipräsident Stefan Müller (li.) und Innenminister Peter Beuth (CDU) präsentieren die Ergebnisse der Expertenkommission.

Polizei

Hessen: SEK wird Bereitschaftspolizei in Mainz-Kastel unterstellt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Die Hessische Bereitschaftspolizei wird durch die Umstrukturierung aufgewertet. Das Spezialeinsatzkommandos (SEK) ist künftig der zentralen Behörde in Mainz-Kastel unterstellt.

Mit der nun eingeleiteten Umstrukturierung in der hessischen Polizei wird die Bereitschaftspolizei aufgewertet. Deren Präsidium mit Sitz im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel ist eine von vier hessenweit zentral zuständigen Behörden, ebenso wie das Landeskriminalamt, die Polizeiakademie und das Polizeipräsidium für Technik.

Bislang war die Hessische Bereitschaftspolizei in der breiten Öffentlichkeit eher fürs Grobe bekannt. Besonders gefordert ist sie vor allem bei Demonstrationen, Fußballspielen oder sonstigen Großeinsätzen, für die sich die Bereitschaftspolizeien der einzelnen Bundesländer auch gegenseitig unterstützen.

Besonders die Beweis- und Festnahmeeinheiten (BFE) der Bereitschaftspolizei sind für ihr kompromissloses Vorgehen bekannt. Weniger bekannt sind die vielen Sonderdienste, die von der Bereitschaftspolizei für alle anderen Einheiten übernommen werden. Dazu zählen etwa die Wasserschutzpolizei, die Reiterstaffeln, die Ausbildung von Diensthunden und die Fliegerstaffel, die sich auch darum kümmert, dass die Spezialeinsatzkommandos, wenn es schnell gehen muss, per Hubschrauber an weiter entfernte Einsatzorte kommen. Nun soll die Bereitschaftspolizei das speziell geschulte Personal nicht nur transportieren, sondern auch personell verantworten.

Vier Standorte in Hessen

Dem Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidium sind aktuell nach eigenen Angaben vom Donnerstag rund 1450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstellt. Verteilt sind sie auf vier Standorte in Kassel, Lich, Mühlheim und Mainz-Kastel. In jedem Standort gibt es eine BFE-Einheit, dazu gibt es elf Einsatzeinheiten, die auf die Kasernen unterschiedlich verteilt sind.

Mit der jetzt beschlossenen Umstrukturierung gehören dem Bereitschaftspolizeipräsidium demnächst auch noch zwei SEK-Einheiten (Nord und Süd), zwei Mobile Einsatzkommandos (MEK), sowie eine Verhandlungsgruppe an, die auf die Lösung schwieriger Fälle mittels Kommunikation spezialisiert ist und bei Einsätzen meist eng mit dem SEK zusammenarbeitet. Die Umstrukturierung erfolgt allerdings nur auf dem Papier und in der Verantwortlichkeit.

Denn auf die Nachfrage der FR, ob die Leitstelle des Frankfurter Polizeipräsidiums künftig vor Einsätzen in Mainz-Kastel anrufen und fragen müsse, ob sie ein SEK rausschicken darf, hieß es aus dem hessischen Innenministerium: „natürlich nicht“. Die Verantwortlichkeit des Bereitschaftspolizeipräsidiums erstreckt sich weniger auf das operative Geschäft als vielmehr auf Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung sowie Personalplanung.

Dienstleistungen aller Art

Der Expertenstab für die Neuausrichtung der Spezialeinsatzkräfte hatte sich in den vergangenen Wochen auch die Konzepte anderer Bundesländer angeschaut und beschlossen, dem Beispiel Baden-Württembergs zu folgen. Dort gibt es seit einer Polizeireform 2014 ein „Polizeipräsidium Einsatz“, dem unter anderem auch die Spezialeinheiten unterstellt sind. Aus dem Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidium soll nun ein Dienstleistungspräsidium werden, das nicht nur Boote, Pferde und Hubschrauber, sondern auch Spezialkräfte bereitstellt.

LPolizeibeamte des Spezialeinsatzkommandos SEK bei einer Übung,

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