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Hessen: Risikogruppe Lehrer

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Jeder fünfte hessische Pädagoge ist selbst betroffen oder wohnt mit einer Person zusammen, die durch den Coronavirus gefährdet ist.

Rund 15 Prozent der hessischen Lehrerinnen und Lehrer gehören laut Kultusministerium einer Risikogruppe an. Weitere rund vier Prozent leben in einem Haushalt mit einer Person zusammen, die zu einer Risikogruppe zählt. Das hat eine Abfrage bei den Schulen ergeben.

Diese insgesamt knapp 20 Prozent der Lehrkräfte müssen keinen Präsenzunterricht an den Schulen erteilen. Allerdings sind sie grundsätzlich weiter im Dienst und können beispielsweise Schüler und Schülerinnen per Homeschooling unterrichten. Außerdem können sie freiwillig Präsenzunterricht erteilen.

Laut Kultusministerium sind die Angehörigen von Risikogruppen nicht automatisch vom Präsenzbetrieb befreit. Um sich befreien zu lassen, müssen sie einen entsprechenden Antrag stellen. Grundsätzlich findet eine Erfassung der Zugehörigkeit von Lehrkräften zu Risikogruppen zentral nicht statt. Unklar ist auch, wie viele Lehrerinnen und Lehrer bereits vom Präsenzunterricht befreit sind oder in den nächsten Tagen und Wochen noch davon befreit werden können.

Zu einer Risikogruppe zählen Pädagogen, die mindestens 60 Jahre alt sind oder unter schweren Vorerkrankungen leiden. In der Gesamtzahl der Lehrkräfte, die als Risikogruppe geführt werden, sind auch die schwangeren Lehrerinnen erfasst. Wie groß deren Anteil ist, ist dem Ministerium nicht bekannt, da die Schulen diese nicht gesondert angegeben haben.

Bei der Abfrage wurden auch nicht konkrete Personen erfasst, sondern der Anteil der Unterrichtsstunden an einer Schule, der von Lehrkräften erteilt wird, die zur Risikogruppe zählen. Das entspricht 9500 Stellenanteilen. Die tatsächliche Zahl von Personen kann also noch etwas von der genannten Zahl abweichen.

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