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Hessen reduziert Kapazitäten bei Erstaufnahme für Flüchtlinge

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Wegen sinkender Flüchtlingszahlen ist der Reservestandort in Friedberg (Ray Barracks, im Bild) neben einer Einrichtung in 
Stadtallendorf geschlossen worden.
Wegen sinkender Flüchtlingszahlen ist der Reservestandort in Friedberg (Ray Barracks, im Bild) neben einer Einrichtung in Stadtallendorf geschlossen worden. © Michael Schick

Weil in den vergangenen Monaten weniger Asylsuchende nach Hessen gekommen sind, schließt das Land zwei Einrichtungen.

Die Kapazitäten in Hessens Erstaufnahmeeinrichtungen werden wegen der sinkenden Flüchtlingszahlen reduziert. Die Zugangszahlen der Asylsuchenden seien in den vergangenen Monaten auf gleichbleibend niedrigem Niveau geblieben, erklärte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Montag in Wiesbaden. Seit Januar 2017 seien durchschnittlich etwa 1000 Flüchtlinge pro Monat nach Hessen gekommen und damit seit Jahresbeginn bis Oktober rund 10 000 Personen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Zahl noch bei etwa 25 000 Flüchtlingen gelegen.

Aus diesem Grund seien die beiden Reservestandorte in Friedberg (Ray Barracks) und in Stadtallendorf (Hessenkaserne) vollständig geschlossen worden, erklärte der Minister. Der noch aktive Standort Calden (Landkreis Kassel) werde in eine passive Liegenschaft umgewandelt. Damit wird Hessen künftig noch über acht aktive Liegenschaften und drei Reserveeinrichtungen verfügen, die nach einer Vorwarnzeit aktivierbar sind. Die Gesamtkapazitäten reduzieren sich Grüttner zufolge von insgesamt 10 330 auf 9440 Plätze. Die Zahl der Reserveplätze gehe von 3050 auf 2340 zurück. (dpa)

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