Justiz

Prozess gegen früheren JA-Vorstand im März

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Die Anklage wirft dem ehemaligen Mitglied der Jungen Alternative falsche Verdächtigung vor.

Ein ehemaliges Mitglied des Landesvorstands der hessischen AfD-Jugend, der Jungen Alternative (JA), muss sich ab Ende März vor dem Fuldaer Landgericht wegen falscher Verdächtigung und des Missbrauchs von Notrufen verantworten. Dies bestätigte auf FR-Anfrage ein Sprecher des Amtsgerichts.

Dem ehemaligen Beisitzer im JA-Landesvorstand wird seitens der Ermittlungsbehörden vorgeworfen, sich am 11. Februar gegenüber dem Polizeinotruf als Andreas Goerke, Sprecher der antirassistischen Initiative „Fulda stellt sich quer“, ausgegeben und in dieser Rolle den Mord an Goerkes Frau gestanden zu haben. Der Anruf hatte einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst.

Die Fuldaer Staatsanwaltschaft hatte im September 2018 Anklage erhoben, nachdem sich Zeugen gemeldet hatten, gegenüber denen sich Toni R. selbst der Tat bezichtigt haben soll.

Bislang sind zwei Prozesstage angesetzt. Am 21. und 28. März sollen nach Auskunft des Amtsgerichts insgesamt 13 Zeugen vernommen werden. Der Rechtsanwalt von Andreas Goerke bestätigte der FR, dass er einen Antrag auf Zulassung zur Nebenklage stellen werde.

Toni R. war nach Informationen der FR bis Ende 2017 Mitglied im AfD-Kreisverband Fulda. Als Beisitzer im Landesvorstand der Jungen Alternative fungierte R. bis Mai 2018, als die FR erstmals über die Ermittlungen gegen ihn berichtete. R. stand nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung.

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