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Hessen: Preissprünge in Baubranche

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Von: Gregor Haschnik

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Wegen der ökonomischen Konsequenzen des Krieges in der Ukraine werden Immobilien wohl bald teurer werden.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine belasten die hessischen Bauunternehmen und dürften bald zu höheren Immobilienpreisen führen. Die Auswirkungen seien massiv, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen, Burkhard Siebert. Die Abhängigkeit von Russland sei relativ stark, der Preisanstieg bei Rohstoffen und Energie enorm: Vorgestern habe die Tonne Stahl 800 Euro gekostet, heute 1200. Eine Firma mit 90 Millionen Euro Jahresumsatz und 450 Mitarbeitenden verbrauche für eigene Geräte 1,4 Millionen Liter Diesel im Jahr, das zeige die starke Belastung durch den gestiegenen Dieselpreis. Siebert fordert „Preisgleitklauseln“ auch in laufenden Bauverträgen und Mineralölsteuerdeckelung auf Vor-Krisen-Niveau. Firmen könnten unerwartete Kostensteigerungen bei lang laufenden Projekten nur in Ausnahmefällen weitergeben. Dieses Risiko würde über die Klauseln – durch die etwa ein Haus bei teureren Rohstoffen entsprechend mehr kosten würde – „abgeschwächt“.

Lena Brucato, Sprecherin des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen, bestätigt die Einschätzung. Hinzu kämen Probleme bei der Materiallieferung, auch weil viele Lkw-Fahrer aus der Ukraine kämen. Lieferanten verkauften oft zu Tagespreisen – was im Baugewerbe Planung und Kalkulation extrem erschwere. Viele der 1000 kleinen und mittelständischen Unternehmen, die dem Verband angehören, nähmen derzeit daher keine neuen Aufträge an.

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