Ein Einbrecher (Symbolfoto).
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Ein Einbrecher (Symbolfoto).

Polizei

Vier Wohnungseinbrecher gefasst

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Die Kampagne gegen Wohnungseinbrüche in den Sommerferien führt zu Verhaftungen mutmaßlicher Serientäter. Videoaufnahmen aus der S-Bahn halfen den Ermittlern.

Die Diebe nutzten die Nacht, kamen vorwiegend durch gekippte Fenster: In Frankfurter-Zeilsheim häuften sich zwischen dem 6. Mai und dem 26. Juni die Wohnungseinbrüche. Überführt werden konnten die Täter mittels Videoaufzeichnungen aus einer S-Bahn. Hilfreich dabei: Die beiden Beschuldigten hatten die Fahrkarten mit einer zuvor bei einem Einbruch gestohlenen Kreditkarte erworben, einer von ihnen führte eine in der Tatnacht entwendete Umhängetasche mit sich.

Insgesamt waren es vier Täter, die der Polizei bei ihrer Sommerkampagne gegen Wohnungseinbrüche ins Netz gingen. Jetzt legte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) die Bilanz vor: vier Verhaftungen und 650 Kontrollen.

Im vergangenen Jahr gingen die Wohnungseinbrüche in Hessen zwar um zehn Prozent zurück. Dennoch setzte die Polizei den Kampf gegen die Diebe „auf hohem Niveau fort“, so der Minister. „Einbrecher machen keinen Sommerurlaub. Deshalb intensivieren wir den Verfolgungsdruck auf potenzielle Täter jedes Jahr insbesondere in der Ferienzeit.“

In der Wohnung der beiden Täter von Zeilsheim stellte die Polizei zahlreiche Wertgegenstände sowie die Tatkleidung sicher. Einem der Beschuldigten wird vorgeworfen, für zwölf Taten in Frankfurt sowie für mindestens 30 Wohnungseinbruchdiebstähle im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen verantwortlich zu sein.

Mehr als 30 Wohnungseinbrüche

Mehr als 30 Wohnungseinbrüche werden den beiden anderen verhafteten Männern zur Last gelegt. Seit Dezember soll das Duo in Dietzenbach, Heusenstamm, Offenbach und Rodgau aktiv gewesen sein: stets in den frühen Morgenstunden.

Aufgrund der ungewöhnlichen Tatzeiten sowie der stets gleichen Technik geht die Polizei von ein und denselben Tätern aus. Bei mehreren der Einbrüche wurden die beiden durch Videosicherheitskameras aufgenommen. Auch diesmal konnte die Polizei dank dieser Technik die Täter identifizieren und festnehmen.

Wie Beuth ergänzte, organisierte die Polizei im Rahmen der Kampagne rund 20 Präventionsveranstaltungen zum Thema – trotz Corona-Pandemie. Sie informierte auch über die Medien, Social Media und in persönlichen Gesprächen über Einbruchschutz.

Besonders in der Urlaubszeit böten sich für Täter günstige Bedingungen, so der Minister. Einbrüche ereigneten sich überwiegend tagsüber, insbesondere während einer längeren Abwesenheit der Bewohner. Hinweise dafür seien überfüllte Briefkästen, geschlossene Rollläden oder dauerhaft geparkte Fahrzeuge. Auch Urlaubsbilder in sozialen Netzwerken oder Abwesenheitsnotizen auf privaten E-Mail-Accounts nutzten Täter, um Wohnungen und Häuser zu lokalisieren.

Weitere Informationen im Internet unter www.polizei.hessen.de.

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