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Hessen plant Unterstützung für Gehörlose

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Hessischer Landtag verlängert Landesblindengeld. Die Landesregierung plant ähnliche Leistung für weitere Gruppen von Menschen mit Beeinträchtigungen

Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat angekündigt, dass Hessen eine finanzielle Unterstützung für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen plant. „So schnell wie möglich“ wolle er ein Gesetz auf den Weg bringen, das Gehörlosen und Taubblinden zugute komme, sagte Klose jetzt im hessischen Landtag.

Das Parlament verlängerte das Gesetz für das Landesblindengeld mit einigen Änderungen. Rund 12 000 Menschen erhalten diese Leistung in Höhe von 858 Euro monatlich. Damit sollen Belastungen ausgeglichen werden, etwa weil die betroffenen Menschen eine Begleitperson benötigen, mit dem Taxi fahren oder Hörbücher und Bücher in Blindenschrift kaufen.

Die Landtagsopposition forderte ebenso wie der Sozialverband VdK, dass Menschen mit Beeinträchtigungen beim Hören eine ähnliche Leistung erhalten sollen. „Trotz jahrelanger Diskussion sieht das Gesetz keine Sonderregelung für taubblinde Menschen vor, deren Welt still und dunkel ist und die besonderer Unterstützung bedürfen“, klagte die SPD-Abgeordnete Ulrike Alex. Minister Klose erklärte, es wäre ihm „auch lieber gewesen“, wenn das Taubblindengeld und das Gehörlosengeld hätte mitbeschlossen werden können. Dieses Gesetz sei aber „noch nicht fertig“. Das Geld für das Landesblindengeld war bis Ende des Jahres befristet. Daher musste es verlängert werden, um zu vermeiden, dass die Zahlungen auslaufen.

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