+
Saubere Hände auch im Klassenraum. Das soll es in Hessens Schulen geben.

Hygiene

Waschbecken und Seife in allen hessischen Klassenzimmern gefordert

  • schließen

Lehrer, Schüler und Eltern dringen auf bessere Hygiene in Hessens Schulen, wenn diese öffnen sollen.

Lehrer-, Eltern- und Schülervertretungen dringen darauf, vor einer Öffnung der Schulen die hygienischen Verhältnisse deutlich zu verbessern. Nur so könnten Gesundheit und Sicherheit von Lehrkräften und Schülern sichergestellt werden.

So fordert der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Main-Taunus-Kreis als Schulträger in einem offenen Brief auf, vor allem die sanitären Anlagen, die Mensen und Schulküchen sowie die Sporthallen mit Blick auf die hygienischen Bedingungen zu überprüfen. Zudem müsse es in allen Klassenräumen ein Handwaschbecken geben, das mit Seife und Einmalhandtüchern bestückt ist.

Toiletten häufig in schlechtem Zustand

GEW-Landesvorsitzende Maike Wiedwald fordert, das Thema Hygiene an Schulen zur „Chefsache in Politik, Behörden und bei den Trägern“ zu machen. Die Schulleitungen brauchten dabei eine umfassende Unterstützung und Beratung. Die verbleibende Zeit bis zur Wiederöffnung der Schulen müsse genutzt werden, um alle kurzfristig möglichen Schritte zur Verbesserung der Hygiene umzusetzen. So müsse es ausreichende Waschgelegenheiten geben sowie Desinfektionsmittel, Seife und Papierhandtücher. Auch müssten Toiletten und Waschgelegenheiten häufiger gereinigt werden.

Bislang werde dies sehr unterschiedlich gehandhabt, sagt Wiedwald. An manchen Schulen werde nicht regelmäßig geputzt, Oberflächen würden nicht desinfiziert und gereinigt. Auch seien Toiletten häufig in einem schlechten Zustand, es mangele zudem häufig an Flüssigseife.

Schutz für Lehrkräfte aus Risikogruppen

Die GEW fordert außerdem, dass Lehrkräfte, die den Risikogruppen angehören, nicht in den Schulen arbeiten müssten. Der hessische Philologenverband mahnt, es müsse klar geregelt werden, welche Schutzvorkehrungen zu treffen seien, damit Schüler und Bedienstete weitestgehend vor Ansteckung geschützt werden könnten. So müsse eindeutig geregelt werden, welche Personengruppen nicht im Unterricht eingesetzt werden dürften.

In einem Brief an Kultusminister Alexander Lorz (CDU) fordern auch Landeselternbeirat und Landesschülervertretung strenge Hygienemaßnahmen. Dazu gehörten das regelmäßige Händewaschen und eine deutlich intensivere Reinigung der Räume. Diese solle täglich erfolgen. Sichergestellt werden müssten die Versorgung mit Seife, Desinfektionsmitteln und Einmalhandtüchern. Die Schulträger, also die Städte und Landkreise, müssten zudem dafür sorgen, dass überall, wo diese noch fehlten, Waschbecken und Warmwasseranschlüsse eingebaut werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare