+
Eisdielen dürfen von Montag an wieder öffnen. Allerdings nur für den Straßenverkauf. Friso Gentsch/dpa

Überblick

So läuft die Öffnung für Schulen, Geschäfte & Co. in Hessen

  • schließen
  • Jutta Rippegather
    Jutta Rippegather
    schließen

Rund 150.000 Schülerinnen und Schüler sollen am 27. April wieder loslegen. Außerdem gibt es Beschlüsse zu Geschäften, Friseuren und anderen Bereichen.

Schulen  Los geht es mit den Abschlussklassen, vermutlich am 27. April. Hessens Schulen fangen damit früher an als andere Länder; die bundesweiten Beschlüsse vom Mittwoch sehen eine Öffnung erst eine Woche später vor. In Hessen betrifft der Beginn am 27. April die Ober- und Mittelstufe, die Hauptschüler der Abschlussklassen, die Vorabiturklassen Q2 und die Viertklässler. Im ersten Schritt sollen damit rund 150 000 der 825 000 hessischen Schulkinder wieder die Schule besuchen. Bei Erfolg könnten frühestens nach zwei Wochen schrittweise die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen folgen. Grundschulen kommen erst zum Schluss dran; das betrifft rund 2000 Schulen. Der Unterricht soll in kleineren Gruppen von 10 bis 15 Schülerinnen und Schülern erteilt werden. Klassen werden nach Bedarf auf zwei Lehrkräfte aufgeteilt. Die zentralen Abschlussprüfungen an der Fachoberschulen werden auf Ende Mai verschoben.

Kitas  Die bleiben noch eine ganze Weile geschlossen. Die Notbetreuung wird allerdings ausgebaut. Sie gilt nun auch für alleinerziehende berufstätige Eltern. Außerdem dürfen weiterhin Kinder von Eltern aus „systemrelevanten Berufen“ in die Kitas gebracht werden. Dazu sollen nun auch Journalistinnen und Journalisten zählen.

Religiöse Veranstaltungen  Mit den Religionsgemeinschaften wird besprochen, wie Gottesdienste zu organisieren sind. Kommt es zu keiner Einigung, bleibt es zunächst bis 3. Mai beim aktuellen Zustand, wonach keine Gottesdienste mit Besuchern möglich sind.

Kontaktsperre  Bis 3. Mai dürfen nur zwei Personen, eine enge Familie oder eine Wohngemeinschaft zusammen sein.

Größere Veranstaltungen  Volksfeste und Ähnliches sind mindestens bis zum 31. August nicht möglich. Bis Mitte nächster Woche wird definiert, welche Größe das Limit ist.

Gastronomie  Gaststätten bleiben weiter geschlossen, sie dürfen nur außer Haus verkaufen.

Mundschutz  Der wird dort empfohlen, wo Menschen miteinander in Kontakt kommen, etwa im Nahverkehr und in Geschäften.

Handel  Von Montag an können Geschäfte mit Ladenflächen unter 800 Quadratmetern öffnen. Keine Größenbeschränkungen gibt es für Buchläden, Fahrradhändler und Autohäuser. Pro Kunde sind 20 Quadratmeter Fläche nötig.

Eisdielen  Ebenfalls ab Montag können sich Kunden ein Eis zum Mitnehmen holen. Es gelten die Konditionen für Lieferdienste.

Friseure  Zum 4. Mai dürfen sie wieder öffnen.

Altenheime  Das Kontaktverbot bleibt bestehen. Individuelle Schutzkonzepte sollen Sozialkontakte ermöglichen.

Nächste Runde  Am 30. April setzen die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin die Beratungen über weitere Lockerungen fort. Dann soll es etwa um Museen und andere Kultureinrichtungen gehen sowie Spielplätze. Bouffier könnte sich vorstellen, dass wenigstens die Außenanlagen der Zoos besucht werden könnten.

Von Pitt von Bebenburg und Jutta Rippengather

Schulstart in Frankfurt dank Corona-Lockerungen. Zurück an der Schule müssen sich Schülerinnen und Schüler erst an neue Regeln gewöhnen. Es fällt nicht immer leicht, den Abstand einzuhalten. In der Pause etwa.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare