Versorgung

Hohe Patientenlast

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Etwa die Hälfte der Kapazitäten im Rhein-Main-Gebiet sind belegt. Um Betten frei zu machen, sollen Kranke aus dem Ballungsgebiet ins Umland verlegt werden

Weil aktuell im Versorgungsgebiet Frankfurt/Offenbach viele Covid-19-Patienten im Krankenhaus liegen und beatmet werden müssen, wird es seit gestern in Stufe 2 des vierstufigen Landesplans geführt. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Betten für Covid-19-Fälle in den Krankenhäusern mit Maximalversorgung belegt sind. Das teilte der Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Die Grünen), gestern Abend mit.

Die Krankenhäuser mit Maximalversorgung (Level-I-Kliniken) für Covid-19-Kranke sind im Versorgungsgebiet Frankfurt/Offenbach das Universitätsklinikum Frankfurt, das Klinikum Höchst, das Sana-Klinikum Offenbach, das Nordwestkrankenhaus und das Klinikum Langen. Grund dafür sind ihre Intensiv- und Beatmungskapazitäten.

Zusätzliche Kapazitäten

Für die stationäre Versorgung von Covid-19–Patienten hat der von Klose eingesetzte Stab einen Plan entwickelt. Dieser sieht vier Stufen vor, die sich an Kriterien wie beispielsweise den vorhandenen Bettenkapazitäten für Beatmungspatienten orientieren. Bisher befanden sich alle sechs hessischen Versorgungsgebiete auf der ersten Stufe.

Mit dem Ausrufen der zweiten Stufe müssten die Kliniken in Frankfurt, Offenbach und Langen nun unter Federführung des Universitätsklinikums Frankfurt zusätzliche Intensiv- und Beatmungskapazitäten aufbauen, heißt es in Kloses Mitteilung.

Außerdem werde die Verlegung von Patientinnen und Patienten in die Versorgunggebiete Gießen/Marburg sowie Fulda geplant, um die Lage zu entspannen. Durch die Vorkehrungen werde weiterhin die bestmögliche Versorgung gewährleistet.

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