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Deutschland hat zugesagt, Flüchtlingskinder aus den überfüllten Lagern in Griechenland aufzunehmen.

Flüchtlinge

Hochtaunuskreis will Kinder aufnehmen

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Hessischer Landkreis spricht Angebot für fünf Flüchtlinge aus. Die schwarz-grüne Landesregierung wartet auf eine Entscheidung des Bundes.

Der Hochtaunuskreis hat sich am Mittwoch bereiterklärt, fünf minderjährige Flüchtlinge ohne Eltern aus Griechenland aufzunehmen. „Wir würden die Kinder in zwei Jugendhilfeeinrichtungen unterbringen und gut versorgen“, sagte Sozialdezernentin Katrin Hechler (SPD).

Gespräche mit den Jugendhilfeträgern habe es bereits gegeben, „so dass die Kinder sofort ein neues Zuhause im Hochtaunuskreis bekommen“ könnten. In der Corona-Zeit sei es besonders wichtig, „Menschlichkeit zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen“, fügte Dezernentin Hechler hinzu.

Deutschland hat zugesagt, Flüchtlingskinder aus den überfüllten Lagern in Griechenland aufzunehmen. Die ersten 50 sollen am Samstag ankommen. Am Dienstag hatte das Land Berlin angeboten, allein 70 Kinder aufzunehmen. Die schwarz-grüne hessische Landesregierung unternahm keinen eigenen Vorstoß, sondern wartet auf die Entscheidungen des Bundes.

Ausreichend Platz in Jugendwohngruppen

Das konkrete Verfahren nach der 14-tägigen Quarantäne der 50 Kinder in Niedersachsen werde „vom Bund bestimmt und den Bundesländern noch bekanntgegeben“, teilte das Sozialministerium von Kai Klose (Grüne) der Frankfurter Rundschau auf Anfrage am Mittwoch mit. „Inwieweit Hessen bei der Aufnahme der angekündigten 50 unbegleiteten minderjährigen Ausländer berücksichtigt wird, bleibt daher noch abzuwarten.“

Wohlfahrtsverbände, SPD und Linke hatten die hessische Landesregierung aufgefordert, die Aufnahme von Flüchtlingen anzubieten. Auch von den Grünen gab es Appelle, ohne dass sie sich ausdrücklich an die Landesregierung richteten. Nach Angaben der Fachverbände sind ausreichend Plätze in Jugendwohngruppen frei.

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