+
Ein RMV-Fahrkartenautomat.

Infos

ÖPNV-Wettbewerb: Innovationen gesucht

Die Frankfurter Rundschau beantwortet Fragen zum Wettbewerb des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

Aus welchem Grund veranstaltet der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) den Wettbewerb?
Die These lautet: Das Denken über Mobilität verändert sich derzeit tiefgreifend. Viele Menschen wollen flexibel, individuell und digital vernetzt unterwegs sein. Der Besitz eines eigenen Autos verliert zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig steigt die Zahl und Vielfalt der Mobilitätsangebote: Von E-Scooter und Segway über Bike-, Ride- oder auch E-Car-Sharing bis zu autonom fahrenden Shuttles.

Wie lautet die Fragestellung?
Wie werden wir zukünftig unterwegs sein? Welche neuen Mobilitätsformen bieten sich an? Wie sehen unsere Städte und der Verkehr in 25 Jahren aus?

Was ist gefordert?
Kreative Ideen und Lösungsansätze zu zwei Themenfeldern: Stärkung ungenutzter Potenziale im ÖPNV sowie Steigerung seiner Attraktivität.

Was ist beim Thema „Stärkung des ÖPNV“ gefragt?
Zu Hauptverkehrszeiten von Montag bis Freitag sind Busse und Bahnen im RMV meist stark ausgelastet. Doch außerhalb dieser Kapazitätsspitzen sind noch Fahrgastzuwächse möglich. Gesucht werden Anreize, die zu diesem Ziel führen. Wie können Fahrgäste motiviert werden?

Lesen Sie auch: ÖPNV-Labor

Und wie lautet die Fragestellung zum Thema „Steigerung der Attraktivität des ÖPNV“?
Wer täglich Bus und Bahn nutzt, erlebt dies weniger bewusst. Und öffentlicher Nahverkehr ist auch nicht so hip wie etwa selbstfahrende Autos. Wie lässt sich die ÖPNV-Erfahrung für die Fahrgäste künftig komfortabler, moderner und ansprechender gestalten? Wie lassen sich die Vorteile herausstellen und die Motivation, Bus und Bahn zu nutzen, weiter steigern?

Was gibt es zu gewinnen?
Der Sieger erhält 5000 Euro sowie einen Projektvertrag mit dem RMV über die Umsetzung seiner Idee als Prototyp mit einem Budget bis zu 50 000 Euro und einer Mindestlaufzeit von sechs Monaten. Das Preisgeld für den zweiten Platz beträgt 3000 Euro, das für den dritten 2000 Euro.

Wer durfte teilnehmen?
Teams ab zwei Personen mit einem Mindestalter von 18 Jahren, Unternehmen, Start-ups, Hochschulteams.

Wer sitzt in der Jury?
RMV-Geschäftsführer Knut Ringat, der Geschäftsführer der rms Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft, Jörg Puzicha, Holm-Geschäftsführer Michael Kadow, der Geschäftsbereichsleiter Marketing, Vertrieb und Innovation des RMV, Thomas Kern, sowie der Leiter des Holm-Innovationsmangement, Sascha Barthel.

Lesen Sie auch: Frische Ideen für den RMV

Wie viele Bewerber gab es?
Insgesamt gingen in der etwa zweimonatigen Konzeptionsphase 26 detailliert ausgearbeitete Ideen ein. Die Jury wählte daraus drei Teams für das Finale.

Zusammengestellt von Jutta Rippegather

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare