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Bildungspolitik

Hessen: Neue Wege für HochbegabtePOLITISCHES ZIEL

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Rechnungshof beklagt Konzentration auf Hansenberg. Hessen will mehr Schulen beteiligen.

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hält die Förderung „leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“ für „eine der wesentlichen Aufgaben unserer Bildungspolitik“. Das sagte Lorz jetzt zu Beginn eines landesweiten Projekts zur Hochbegabtenförderung, das von der Karg-Stiftung und der Dr.-Rolf-M.-Schwiete-Stiftung unterstützt wird.

Das Vorhaben mit dem Titel „Karg Campus Hessen“ hat zum Ziel, dass sich Lehrkräfte, Schulleitungen sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen von 27 Schulen vernetzen, die mit dem Thema der Begabtenförderung befasst sind. Der bisherige Weg Hessens bei diesem Thema ist nicht unumstritten.

Der Hessische Rechnungshof legte Lorz in seinem jüngsten Jahresbericht nahe, „die Strategien der Hochbegabtenförderung in Hessen zu überdenken“. Die Rechnungsprüfer sehen kritisch, dass das Land einen großen Teil seiner Mittel in diesem Bereich bisher auf die Internatsschule Hansenberg konzentriert.

Politisches Ziel

In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU und Grüne in Hessen vereinbart: „Die Internatsschule Schloss Hansenberg als Ausdruck der Hochbegabten- und Begabtenförderung wollen wir zu einem Hessischen Innovations- und Beratungszentrum für Begabtenförderung ausbauen. Dieses soll als Kern eines Netzwerks mit zwanzig weiteren Schulen im Rahmen der gemeinsamen Förder-Initiative von Bund und Ländern für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler („Lemas – Leistung macht Schule!“) andere Schulen in ihrer Entwicklung unterstützen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler landesweit beraten und innovative Konzepte zur Begabtenförderung zur Verfügung stellen. pit

Die Eliteschule im Rheingau war 2003 auf Betreiben des damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) eingerichtet worden. Das Oberstufengymnasium versteht sich als „öffentliche Schule für leistungsmotivierte, leistungsstarke und sozial engagierte Schülerinnen und Schüler“, die mit Unternehmen wie Linde und Merck zusammenarbeitet. Bei Wettbewerben etwa in Naturwissenschaften, Mathematik oder Politik und Wirtschaft schneiden die Hansenberg-Schülerinnen und -Schüler regelmäßig besonders gut ab.

Das wird vom Rechnungshof nicht bestritten. Er weist jedoch darauf hin, dass mit durchschnittlich 4,9 Millionen Euro im Jahre lediglich bis zu 200 Schülerinnen und Schüler besonders gefördert würden. Es sei aber statistisch „davon auszugehen, dass in Hessen zwischen 12 000 und 13 000 hochbegabte Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen unterrichtet“ würden. Daher solle das Kultusministerium „prüfen, ob die für die ISH (Internatsschule Hansenberg, Red.) gebundenen Ressourcen nicht effektiver für einen stärkeren Ausbau der dezentralen Förderung eingesetzt werden“ könnten.

Die schwarz-grüne Landesregierung strebt an, mehr Schulen an der Begabtenförderung zu beteiligen. Dazu dienen nach Angaben des Kultusministeriums sowohl der „Karg Campus“ als auch die Teilnahme an der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ (Lemas).

An „Lemas“ nehmen 21 Schulen teil, die auch am „Karg Campus“ beteiligt sind. Hinzu kommen beim „Karg Campus“ sechs Schulen, die in der Kooperation „Perspektiven für die Begabtenförderung“ Hessens mit Bayern und Sachsen engagiert sind. Zudem sollen „Lemas“-Schulen darauf vorbereitet werden, als „Multiplikatorschulen“ zu dienen, also ihr Wissen an andere Schulen weiterzugeben.

In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU und Grüne in Hessen vereinbart: „Die Internatsschule Schloss Hansenberg als Ausdruck der Hochbegabten- und Begabtenförderung wollen wir zu einem Hessischen Innovations- und Beratungszentrum für Begabtenförderung ausbauen. Dieses soll als Kern eines Netzwerks mit zwanzig weiteren Schulen im Rahmen der gemeinsamen Förder-Initiative von Bund und Ländern für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler („Lemas – Leistung macht Schule!“) andere Schulen in ihrer Entwicklung unterstützen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler landesweit beraten und innovative Konzepte zur Begabtenförderung zur Verfügung stellen.“ pit

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