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Ein harmonisches Team: der scheidende SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel und seine Generalsekretärin Nancy Faeser. (Archivbild)

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Hessen: Vor Nancy Faeser liegt ein hartes Stück Arbeit

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Die SPD steht in Umfragen schlecht da. Von einer Regierungsbeteiligung ist sie weit entfernt. Ein Kommentar.

Man konnte wahrlich nicht immer behaupten, dass die hessische SPD ein geschlossenes Bild abgegeben hätte und ihre Verfahren geordnet abgelaufen wären. In diesen Tagen stellen die Sozialdemokraten unter Beweis, dass sie beides beherrschen.

Nancy Faeser ist die bisher einzige Bewerberin für den Parteivorsitz. Sie startet unter ungleich besseren Bedingungen als ihr Vorgänger Thorsten Schäfer-Gümbel. Damals, zum Jahreswechsel 2008/09, stand eine Wahl unmittelbar bevor und der SPD-Kandidat hatte nur wenige Wochen, um sich bekannt zu machen.

Lesen Sie dazu: Nancy Faeser will SPD-Chefin werden

Dagegen präsentiert sich Faeser schon lange auf der Wiesbadener Bühne. Nun hat sie fast fünf Jahre Zeit, um Anlauf auf die Staatskanzlei zu nehmen.

Der scheidende Parteichef und seine Generalsekretärin haben als harmonisches Tandem gewirkt und inhaltliche Akzente gesetzt, von der kostenfreien Kinderbetreuung bis zum bezahlbaren Wohnen. Man merkt ihrer gemeinsamen Politik heute nicht mehr an, dass sie während der Zeiten des Flügelkampfs in der Partei unterschiedlichen Seiten zugeordnet wurden.

Diese Einigkeit innerhalb der Partei ist eine gute Grundlage für Wahlkampf. Aber auch nicht mehr als das.

So schlecht, wie die SPD in Umfragen dasteht, scheint sie von einer Regierungsbeteiligung weit entfernt. Vor Nancy Faeser liegt ein hartes Stück Arbeit, wenn sie das ändern will.

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