Abschiebung

Aus Hessen nach Afghanistan abgeschoben

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30-Jähriger war laut hessischem Innenministerium für Gewalttat verurteilt worden. Jetzt wurde er nach Kabul ausgeflogen.

Hessen schiebt weiter einzelne Menschen nach Afghanistan ab. Bei dem Abschiebe-Sammelflug in die afghanische Hauptstadt Kabul in der vorigen Woche war unter den 39 Personen ein Mann aus Hessen dabei. Das teilte das hessische Innenministerium am Montag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit.

Es habe sich um einen 30-jährigen Mann gehandelt, der sich seit 2015 in Hessen aufgehalten habe. Der Afghane habe unter anderem wegen versuchten Totschlags in Strafhaft gesessen, fügte das Ministerium von Peter Beuth (CDU) hinzu.

Sein Sprecher bekräftigte die Linie der schwarz-grünen Landesregierung: „Bei Rückführungen nach Afghanistan werden vorrangig ausreisepflichtige Straftäter abgeschoben.“ Ende 2018 hatte Beuth bekanntgegeben, dass insgesamt zwölf Menschen aus Hessen mit den bundesweiten Sammelflügen in die afghanische Hauptstadt Kabul abgeschoben worden seien. Sie seien allesamt Straftäter oder Gefährder gewesen.

In den vergangenen beiden Jahren wurden jeweils gut 100 afghanische Menschen aus Hessen abgeschoben. Die meisten von ihnen wurden jedoch nicht in ihr Heimatland gebracht, sondern im Rahmen des Dublin-Verfahrens in ein anderes europäisches Land, das für ihr Asylverfahren zuständig war. 

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