Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

So ist’s recht: Mütze, dem Wasser nahe, jetzt nur nicht zu doll rudern und kräftig Wasser aus der Flasche trinken.
+
So ist’s recht: Mütze, dem Wasser nahe, jetzt nur nicht zu doll rudern und kräftig Wasser aus der Flasche trinken.

Hitzewelle

Hessen: Deutscher Wetterdienst warnt vor extremer Hitze - am Sonntag drohen Unwetter

  • VonAlina Hanss
    schließen

Temperaturen von bis zu 38 Grad machen insbesondere pflegebedürftigen Menschen zu schaffen. Das Sozialministerium warnt vor einer extremen Hitzebelastung.

Update vom Samstag, 19,06.2021, 15.40 Uhr: Die trockene Hitze in Hessen könnte bald vorbei sein. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) drohen in weiten Landesteilen Unwetter. Es strömen nicht nur sehr warme bis heiße, sondern auch zunehmend feuchte Luftmassen aus Afrika und dem Mittelmeerraum nach Deutschland, wie ein Meteorologe des DWD mitteilte. In dieser energiegeladenen Luft können sich demnach schwere Gewitter entwickeln.

„Spannend wird es dann am späten Abend und in der Nacht zum Sonntag.“ Denn Tief Ulfert bewege sich von Frankreich über Belgien und Holland zur Nordsee und generiere eine „Hebung“. Die Luft werde also großräumig zum Aufsteigen gezwungen. Dadurch könne ein größerer Gewitterkomplex entstehen, der den Westen und Nordwesten Deutschlands erreichen oder zumindest streifen werde. „Dann ist häufiger mit heftigem Starkregen, Hagel und insbesondere schweren Sturmböen zu rechnen. Die Schauer und Gewitter beginnen in Hessen demzufolge in der Nacht zum Sonntag.

Hessen: Deutscher Wetterdienst warnt vor extremer Hitze

Erstmeldung: Wiesbaden - Die tropischen Nächte lassen keine Verschnaufpause zu. Die Sonne ist zwar untergegangen, doch die Temperaturen bleiben über der Zwanzig-Grad-Marke hängen. Von erholsamem Schlaf kann nicht die Rede sein. Auch in den nächsten Tagen dürfte die Abkühlung auf sich warten lassen. Mit Folgen für Mensch und Natur.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt an, dass in Hessen bis einschließlich Sonntag mit Temperaturen von 31 bis 35 Grad gerechnet werden muss. Von einer Tropennacht sprechen Meteorolog:innen, wenn die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad fallen. Auf dem Vogelsberg wurde in der Nacht zum Freitag mit 22,1 Grad die höchste Temperatur gemessen – im Mittelgebirge auf einer Höhe von 740 Meter.

Hitzewarnstufe zwei für Hessen erreicht

Für das Land Hessen ist damit Hitzewarnstufe zwei erreicht. Das Sozialministerium warnt vor einer extremen Hitzebelastung, insbesondere bei besonders schutzlosen Bevölkerungsgruppen. Vor allem Kinder, gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen seien durch die ununterbrochene Sonneneinstrahlung und die hohen Temperaturen häufiger gefährdet.

Gefühlte Temperatur

Zwei Warnstufen umfasst das Hessische Hitzewarnsystem, um Menschen zu warnen.

Stufe 1 warnt vor einer starken Wärmebelastung und wird bei einer gefühlten Temperatur von über 32 Grad erreicht.

Stufe 2 liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur 38 Grad übersteigt oder Warnstufe 1 an vier aufeinander folgenden Tagen andauert. prah

Damit geht vom Hessischen Sozialministerium eine Warnung an die Pflegeeinrichtungen und -dienste sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen raus. Die Institutionen sind angehalten, für den Schutz der ihnen anvertrauten Menschen zu sorgen und die verstärkte medizinische Überwachung sicherzustellen. Minister Kai Klose (Grüne) ruft die Menschen dazu auf, ihr Verhalten der Hitze anzupassen. „Halten Sie sich möglichst in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, und öffnen Sie die Fenster insbesondere nachts und am frühen Morgen, um zu lüften“, heißt es in einer Mitteilung.

Hohe Temparaturen: Probleme in der Pflege

Für den Frankfurter Pflegedienst Phoenix bedeutet dies, dass die Kolleg:innen besonders auf den erhöhten Flüssigkeitsbedarf achten. Mitarbeiterin Petra Bohn erklärt, dass manchmal auch mehr Einsätze notwendig seien. „Zudem kontrollieren wir, dass die Pflegebedürftigen unter dünneren Decken liegen. Bei einigen war heute sogar noch die Heizung an.“ Bisher seien die Pflegebedürftigen immer ohne größere Vorkommnisse durch solche Hitzewellen gekommen.

Auch die pflegenden Angehörigen sollten bei der häuslichen Pflege ein besonderes Augenmerk auf die anhaltend hohen Temperaturen werfen und entsprechend handeln, hieß es aus dem Sozialministerium. Kalte Packungen, Wickel, feuchte Handtücher, Fußbäder und Ähnliches könne zur Kühlung genutzt werden. Besonders gefährdet seien an dieser Stelle ältere Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen.

Hitze und Trockenheit sind eine Gefahr für den Wald

Die hohen Temperaturen könnten auch dem Wald zum Verhängnis werden. Das Hessische Umweltministerium hat nun angesichts der andauernden Hitze und Trockenheit vor einer hohen Waldbrandgefahr am Wochenende gewarnt. Derzeit bestehe flächendeckend mittlere, örtlich auch sehr hohe Waldbrandgefahr, besonders um Frankfurt, Offenbach und Darmstadt. Fußgänger:innen sollten besonders vorsichtig sein, keine Glasflaschen wegwerfen und das Feuerverbot außerhalb ausgewiesener Grillplätze beachten.

Aufgrund der heißen Luft muss auch immer wieder mit Gewitter gerechnet werden. Lokale Unwetter mit schweren Sturmböen, heftigem Starkregen und Hagel seien laut DWD nicht ausgeschlossen. Erst ab Montag sind kühlere Temperaturen zu erwarten. Damit könnte der kalendarische Sommeranfang am 21. Juni gleichzeitig das vorübergehende Ende der aktuellen Hitzewelle markieren. (Alina Hanss)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare