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Auch am Bahndamm an der Robert-Koch-Straße in Offenbach ist eine Lärmschutzwand geplant, um die Anwohner vom Zuglärm zu entlasten.

Bahnverkehr

20 Millionen Euro für den Lärmschutz an Bahnstrecken in Hessen

Dieses Jahr kommen neue Lärmschutzwände unter anderem an der Main-Weser-Bahn in Friedberg und auf der Riedbahn in Riedstadt-Wolfskehlen

Der Bund und die Deutsche Bahn haben 2018 in Hessen mehr als 20 Millionen Euro in den Lärmschutz investiert. Das in erster Linie vom Bund bereitgestellte Geld nutze die Bahn für rund 10,2 Kilometer neue Schallschutzwände, teilte ein Sprecher mit. Außerdem seien an 680 Wohnungen passive Lärmschutzmaßnahmen angebracht worden. 

Schwerpunkte waren demnach die Main-Weser-Bahn in Butzbach, die Fuldatalbahn in Bebra und Petersberg, die Riedbahn in Groß-Rohrheim sowie die Strecke Biblis-Worms in Hofheim/Ried. Dieses Jahr werde der Fokus auf der Main-Weser-Bahn in Friedberg und auf der Riedbahn in Riedstadt-Wolfskehlen liegen. 

Die Maßnahmen sind Teil des Programms "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes". Bis 2020 wolle man den Schienenlärm an Deutschlands Strecken halbieren. Dafür sei auch ein Großteil der Güterwagen umgerüstet worden, damit sie leiser rollen. 

Fahrgastverband Pro Bahn fordert Farbe und Begrünung an den Lärmschutzwänden

Thomas Kraft, Sprecher des Fahrgastverbandes "Pro Bahn", zeigte sich zufrieden mit den Maßnahmen in Hessen: "Im Land ist in Sachen Lärmschutz an einigen Bestandsstrecken der Bahn viel passiert", sagte er. Allerdings seien die vielen Schutzwände ästhetisch nicht gerade ansprechend. Hier wünscht sich Kraft mehr Kreativität. "Man könnte sie ja begrünen oder wenigstens bunt gestalten." 

"Das Problem ist uns bekannt und wir nehmen es ernst", sagte Hans-Georg Zimmermann, Sprecher der Deutschen Bahn. Man prüfe Möglichkeiten, die Wände zu gestalten und teste auch andere Schutzmaßnahmen. Aluminiumwände böten aber den größten Lärmschutz für das kleinste Geld. (dpa/lhe)

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