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Das Batteriewerk Akasol in Langen bekam einst einen Innovationskredit der WI-Bank.

Hessische Förderbank

Milliarden für innovative Unternehmen in Hessen 

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Die landeseigene WI-Bank zieht Bilanz – ihr Neugeschäft ist so groß wie nie.

Wenn die Sprache auf das Unternehmen Akasol kommt, strahlen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und die Geschäftsleiter der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank), Gottfried Milde und Michael Reckhard. Der Hersteller von Batteriesystemen für Busse und Nutzfahrzeuge begann vor fast 30 Jahren in einem studentischen Arbeitskreis der Technischen Universität Darmstadt und löste sich vor elf Jahren von der Hochschule. 

Längst steht das Unternehmen auf eigenen Füßen, hat dank der Konjunktur für Elektrobusse volle Auftragsbücher und ist im vorigen Jahr an die Börse gegangen. Zu diesem Erfolg hat die landeseigene WI-Bank beigetragen, mit einem „Innovationskredit“. 

Er steht kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten zur Verfügung, die innovative Pläne umsetzen wollen. Dieses Angebot komme immer besser an, berichtete Michael Reckhard bei der Bilanzpressekonferenz der WI-Bank am Mittwoch in Wiesbaden. Im vergangenen Jahr seien 25,6 Millionen Euro genehmigt worden gegenüber 10,8 Millionen Euro im Jahr 2017. 

Hessen wickelt wichtige Förderprogramme über die landeseigene WI-Bank ab, die zudem auf Geld der bundeseigenen KfW oder europäischer Förderbanken zurückgreift. Ob innovative Unternehmen oder Wohnungsbau, Krankenhäuser oder Breitbandausbau – die WI-Bank ist auf vielen Feldern tätig. Sie handelt selbstständig, ist aber rechtlich der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zugeordnet. 

Hessenbank: Neues Riesenprogramm über fünf Milliarden Euro

Im vorigen Jahr kam ein Riesenprogramm hinzu, das die Bilanzzahlen auf Rekordhöhe trieb: die Hessenkasse, mit der das Land die Kassenkredite von 179 Kommunen übernommen hat. Mit diesen fünf Milliarden Euro erhöhte sich das Neugeschäft der Förderbank auf rund sieben Milliarden Euro. Normalerweise liegt es bei gut zwei Milliarden Euro. Auch das Volumen der ausgeschütteten Förderungen wuchs beträchtlich, von 17,4 auf 23,2 Milliarden Euro. 

Zurückgegangen sind erstaunlicherweise die Zahlen bei der Förderung neuer Mietwohnungen, nämlich von knapp 430 Millionen Euro auf etwa 400 Millionen Euro im Jahr 2018. WI-Bank-Chef Milde erklärte, dies hänge mit einem „Sondereffekt“ im Jahr 2017 zusammen, als im Januar 55 Millionen Euro geflossen seien, die zu Förderprogrammen von 2016 gehört hätten. 

„Tatsächlich wird immer mehr gemacht“, betonte Milde. Das gelte insbesondere für die Förderung von Sozialwohnungen. In diesem Bereich, der vom Land finanziert werde, sei die Fördersumme von 67 auf 122 Millionen Euro angewachsen. 

Wirtschaftsminister Al-Wazir kündigte für den Wohnungsbau „das umfassendste Maßnahmenpaket, das es je gegeben hat“, an. „Unser Ziel ist, dass jede und jeder in Hessen eine Wohnung zu einem angemessenen Preis finden kann.“

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