Verkehr

Hessen: Mehr Fracht auf die Bahn

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main will die Kommunen beraten, wie die Schiene attraktiver wird. Dafür stellt er einen Coach ein.

Der Zugang zu Bahnhöfen und Haltepunkten soll für Fußgänger attraktiver werden. Dafür macht sich der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main stark. Seine zweite Initiative für den Schienenverkehr betrifft dessen gewerbliche und industrielle Nutzung. Um die voranzubringen, engagiert der Verband für ein Jahr einen externen „regionalen Schienencoach“, der die Kommunen dabei unterstützt. Auch sollen Bahnstrecken und gegebenenfalls Haltepunkte weiterentwickelt werden, um mehr Menschen für das Bahnfahren zu gewinnen. Darüber hinaus will der Verband sich um mögliche Reaktivierungen stillgelegter Strecken kümmern. Dies wurde in der jüngsten Verbandskammersitzung einstimmig beschlossen.

Nach Ansicht des Ersten Beigeordneten und Mobilitätsdezernenten Rouven Kötter (SPD) ist die Lobby beim Schienenverkehr stark. Anders als beim Radverkehr müsse der Regionalverband hier nicht in der ersten Reihe kämpfen. „Wir stehen hinter den wichtigen Schieneninfrastrukturprojekten der Region und bieten unsere Unterstützung dafür an, wo immer dies sinnvoll und zielführend ist.“

Dazu gehöre die Erreichbarkeit von Bahnhöfen, die anhand eines Kriterienkatalogs analysiert werden soll, um anschließend ein Konzept zur Verbessrung auszuarbeiten.

Erhebliches Verbesserungspotenzial sieht das Gremium auch in der Nutzung des Schienennetzes in Gewerbegebieten. Hier habe bislang der Fokus eher auf einem nahen Autobahnanschluss gelegen.

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