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Ein bisschen Schule ist besser als gar keine. Selbst mit Maske.
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Ein bisschen Schule ist besser als gar keine. Selbst mit Maske.

Schule

Hessen: Lüften, impfen und testen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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  • Claudia Kabel
    Claudia Kabel
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Viele Eltern in Hessen sind froh über die Lockerungen beim Schulbetrieb, aber auch die Sicherheit ist gefordert

Am Ende der ersten Woche der Schullockerungen wachsen die Bedenken. Vor allem das Auftreten von Corona-Mutanten bereitet Sorge. Eltern aber sind froh, dass ihre Kinder wieder in die Schule dürfen – wenn auch zunächst nur die Jahrgangsstufen 1 bis 6 und das auch nur im Wechselunterricht.

„Bei diesen Lockerungen kommt es darauf an, welche Hygienemaßnahmen getroffen werden“, sagte Hannes Kaulfersch vom Stadtschüler:innenrat Frankfurt. „Gerade mit den Mutationen sollten wir besonders vorsichtig sein.“ Leider sei das vergangene Jahr nicht genutzt worden, die Schulen mit Luftfiltern auszustatten. Das müsse unbedingt nachgeholt werden.

Stadtschüler:innenrat und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Frankfurt forderten in einer gemeinsamen Erklärung, dass den Schulen medizinische Masken für Lehrkräfte und Schüler:innen zur Verfügung gestellt werden sollten. Zudem forderten sie, dass auch die Schüler und Schülerinnen regelmäßig getestet werden sollten.

Es genüge nicht, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie das Personal in Kindertagesstätten schneller als zunächst vorgesehen zu impfen. Auch andere Lehrkräfte, die Präsenzunterricht erteilten, müssten ein Impfangebot erhalten, sagte Sebastian Guttmann, Vorsitzender der GEW Frankfurt.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Hessen fordert, die Lehrkräfte an Verbundschulen ebenfalls zu priorisieren. Zugleich müsse die Landesregierung dafür sorgen, dass mit den nächsten Öffnungsschritten allen Lehrkräften ein Impfangebot gemacht werde, sagte Landesvorsitzender Stefan Wesselmann.

Rhythmus geht verloren

„Der Wechselunterricht ist für uns als Eltern eine echte Erleichterung, auch wenn die Kinder nur wenige Stunden in die Schule gehen“, berichtete eine Mutter aus Darmstadt. Ihre neunjährige Tochter habe montags und mittwochs und alle zwei Wochen auch freitags für jeweils vier Stunden Unterricht in der Schule. Ihr siebenjähriger Bruder sei montags und dienstags sowie alle zwei Wochen mittwochs für je fünf Stunden in der Schule. „Die Kinder sind froh, wenigstens einige ihrer Freunde wieder zu treffen“, berichtet die Mutter.

Auch den Schulstoff, den die Eltern zu Hause hätten erklären müssen, könnten sie jetzt in der Schule erledigen. Schwierig aber sei es, den Rhythmus des frühen Aufstehens und des Homeschoolings an den Tagen ohne Unterricht beizubehalten. Für die Kinder stelle sich an Tagen ohne Präsenz in der Schule schnell das Gefühl ein freizuhaben.

Eine andere Mutter sagte, sie finde es nicht gut, dass die Kinder in der Woche statt 26 Schulstunden jetzt nur zehn hätten. Problematisch sei auch, wenn die Kinder der einzelnen Gruppen sich privat gegenseitig besuchen würden. Dann könne man auch wieder den normalen Unterricht erlauben. Die Schulen hätten noch einmal ganz deutlich sagen müssen, was der Sinn des Wechselunterrichts sei. Nämlich, „dass die Kinder weniger Kontakte haben“.

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