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Hessen lieben den Beruf weniger als andere Deutsche

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In Hessen hängen die Berufstätigen nicht so sehr an der Arbeit. Dafür sind sie aber mobil.

Die Hessen würden für die Arbeit eher den Wohnort wechseln als Einwohner anderer Bundesländer. 35 Prozent wären dazu bereit, im Bundesschnitt sind es 29 Prozent. In Sachsen sind es sogar nur 17 Prozent. Das ist ein Ergebnis der HDI Berufe-Studie. Und darin stehen noch weitere bemerkenswerte Zahlen.

Denn trotz ihrer Bereitschaft zur Mobilität scheint den Hessen die Arbeit nicht außerordentlich am Herzen zu liegen. Für nur 48 Prozent der Erwerbstätigen bedeutet hier der Beruf „sehr viel“, im Bundesschnitt sind es 54 Prozent. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg liegt der Wert bei 59 Prozent.

Und in keinem anderen Bundesland außer Nordrhein-Westfalen stimmen so wenige Berufstätige der Aussage zu, dass ihr Beruf ihr Lebensinhalt sei. Lediglich 24 Prozent der berufstätigen Hessen sehen das so. Im Bund liegt der Wert immerhin bei 29 Prozent. Auch ist der Anteil derjenigen, die ihren heutigen Beruf jungen Leuten weiterempfehlen würden, niedriger als in allen anderen Bundesländern. Nur 60 Prozent würden das tun. In Brandenburg wollen dagegen mit 72 Prozent die meisten Befragten ihren Beruf jungen Leuten ans Herz legen.

In Hessen und im Saarland sagen die wenigsten Berufstätigen, dass es beim Beruf wichtig sei, sich selbst zu verwirklichen. In diesen beiden Bundesländern sind es nur 60 Prozent, im Bundesdurchschnitt 67 Prozent.

Für die Studie hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Versicherung HDI mehr als 3600 Berufstätige in Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Deutschland und die einzelnen Bundesländer. pgh

Die Studieund weitere Infos gibt es unter: www.berufe-studie.de

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