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Hessen: Kultur an frischer Luft

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Von: Anja Laud

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Open-Air-Veranstaltungen wie die „Sommerwerft“ in Frankfurt werden weiter gefördert.
Open-Air-Veranstaltungen wie die „Sommerwerft“ in Frankfurt werden weiter gefördert. © peter-juelich.com

Das Land Hessen legt für diesen Sommer das Förderprogramm „Ins Freie!“ neu auf

Um Kulturschaffenden durch die anhaltende Corona-Pandemie zu helfen, will das Land für diesen Sommer sein Festivalprogramm „Ins Freie!“ neu auflegen. Im vergangenen Jahr hatte es mehr als 100 kleine und große Open-Air-Festivals unterstützt. Eines der größten war der „Sommerbau“ gewesen, ein Pop-up-Theater für bis zu 350 Personen am Kaiserlei auf der Grenze zwischen Frankfurt und Offenbach.

Für die Finanzierung von Pop-up-Bühnen wie diese und Freiluftveranstaltungen will das Land in diesem Jahr insgesamt fünf Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung stellen, „vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers“, wie das Kultusministerium in Wiesbaden gestern mitteilte. Der Haushaltsausschuss des Landtags werde am Mittwoch kommender Woche über einen entsprechenden Antrag entscheiden.

Die Kulturbranche stehe, so Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne), weiter vor großen Herausforderungen, auch wenn viele Corona-Beschränkungen schon entfallen sind oder bald wegfallen. „Viele Menschen haben einfach noch kein gutes Gefühl dabei, zu eng mit anderen in Innenräumen zusammenzusitzen. Freiluftveranstaltungen sind nach wie vor sicherer“, begründete Dorn die von Finanzminster Michael Boddenberg (CDU) mitgetragene Entscheidung, das Förderprogramm neu aufzulegen. Hessen, so Boddenberg, setze auf ein gezieltes Angebot für Freiluftveranstaltungen, das die Hilfen des Bundes nicht kopiere oder mit ihnen konkurriere, sondern sie ergänze.

100 Vorhaben auf der Liste

Im vergangenen Jahr waren insbesondere solche Open-Air-Veranstaltungen gefördert worden, bei denen mehrere Kulturschaffende wie im Fall des „Sommerbaus“, einer Kooperation von Mousonturm und Frankfurt LAB, zusammenarbeiteten. Die Fördersummen reichten, so das Ministerium, von wenigen Tausend Euro bis maximal 500 000 Euro. Auch diesmal will das Land mehr als 100 Veranstaltungen fördern, allerdings nur mit einer Höchstsumme von bis zu 250 000 Euro.

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