AfD Hessen

Hessen: Kopf der „Jungen Alternative“ tritt zurück

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Jens Mierdel gibt Amt als Landesvorsitzender der AfD-Jugendorganisation auf. Mierdel war in die Schlagzeilen geraten, weil er bei der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ aktiv war.

Der hessische Landesvorsitzende der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA), Jens Mierdel, gibt sein Amt auf. Wie der 36-Jährige aus Neuhof bei Fulda, der für den AfD-Landtagsabgeordneten Heiko Scholz arbeitet, mitteilte, habe er vorgehabt, beim nächsten JA-Landeskongress nicht mehr anzutreten. Da wegen der Corona-Krise derzeit ein solches Treffen nicht stattfinden könne, trete er nun mit sofortiger Wirkung zurück.

Wie Mierdel weiter mitteilte, soll Michael Werl, mit dem er die JA Hessen bisher gemeinsam geleitet hatte, den Landesvorsitz alleine weiterführen. Er selbst wolle sich verstärkt auf seine Arbeit in der AfD konzentrieren.

Mierdel, der für die AfD auch im Kreistag des Landkreises Fulda sitzt, war Anfang 2019 in den Vorstand der JA Hessen gewählt worden. Seine Wahl hatte Aufsehen erregt, weil Mierdel zwischen 2014 und 2015 bei der „Identitären Bewegung“ aktiv gewesen war und zeitweise sogar als hessischer „Regionalleiter“ der rechtsextremen Gruppierung fungiert hatte. Mierdel behauptet, schon während seiner aktiven Zeit bei den „Identitären“ Probleme mit deren völkisch-rassistischer Ausrichtung gehabt zu haben.

Michael Werl wird ebenfalls eine Nähe zur extremen Rechten nachgesagt, am politischen Kurs der JA dürfte sich also nichts ändern. Seit gut einem Jahr wird die JA in Hessen vom Verfassungsschutz beobachtet.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels haben wir berichtet, dass Mierdel zwischen 2013 und 2015, und nicht korrekterweise zwischen 2014 und 2015 bei der „Identitären Bewegung“ aktiv gewesen war. Dieser Fehler wurde korrigiert. 

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