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Polizei im Einsatz. (Symbolbild)

Kriminalität

Hessen: Kokain in Bananenlieferungen an Supermärkte versteckt

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Das Hessische Landeskriminalamt stellt im Rhein-Main-Gebiet insgesamt 87 Kilo Kokain sicher.

In diversen Filialen einer hessischen Einzelhandelskette ist Kokain in Bananenlieferungen aufgetaucht. Mitarbeiter der Supermärkte entdeckten vergangene Woche das Rauschgift, als sie die Bananen aus den Kartons in die Regale einräumen wollten. In fünf Filialen seien so 87 Kilo Kokain mit einem Marktwert von drei Millionen Euro gefunden worden, teilte das Landeskriminalamt am Mittwoch mit. 

Die Filialen seien im ganzen Rhein-Main-Gebiet verteilt, das Ermittlungsverfahren wird von der Staatsanwaltschaft Darmstadt geführt, weswegen ein Schwerpunkt in Südhessen liegen könnte. Die Ermittler vermuten, dass die getarnte Drogenlieferung samt Bananen mit einem Frachter aus Lateinamerika nach Hamburg gelangte. Dort muss dann bei der Abholung durch den „Empfänger“ irgendwas schiefgelaufen sein, weswegen die Bananen in die bundesweit existierenden Reifehallen gefahren wurden. 

In Bayern waren im vergangenen Jahr sogar rund 950 Kilo Kokain in Bananen aus Ecuador aufgetaucht. Die Täter, die der albanischen Mafia zugerechnet wurden, brachen in Reifehallen ein, um an das Kokain zu kommen. Sie bekamen aber eine Falle gestellt; zwölf Personen wurden festgenommen, acht von ihnen im Februar angeklagt. 

In Hessen stehen die Ermittlungen noch am Anfang. „Wir versuchen nun, den Weg der Bananen rückwärts zu verfolgen“, so ein LKA-Sprecher. Etwa, auf welchem Schiff die Fracht ankam. Bei welchen Supermärkten das Kokain aufgetaucht war, wollte der Sprecher nicht verraten.

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