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Hessen: Kampf der Afrikanischen Schweinepest

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Zum Schutz gegen die Tierseuche erleichtert Hessen die Jagd in der Nacht. Für den Mensch ist die Krankheit ungefährlich.

Bei der Jagd von Schwarzwild darf künftig Nachtsichttechnik zum Einsatz kommen. Damit will Hessen den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest verhindern. Ein solcher hätte „massive Auswirkungen nicht nur auf das Schwarzwild“, heißt es in dem am Dienstag vom Landtag verabschiedeten Gesetzentwurf der Regierungskoalition von CDU und Grünen. Schlimm wären die Folgen für die schweinehaltende Landwirtschaft.

Um die Jagd zu intensivieren, mussten verschiedene jagdrechtliche Regelungen geändert werden. Dazu gehört, dass das Nutzen von Nachtsichttechnik, die für Schusswaffen bestimmt ist, möglich ist. Zugleich erhält das zuständige Umweltministerium die Erlaubnis, Verbote und Bestimmungen aufzuheben. Die Gesetzesänderung, teilte Ministerin Priska Hinz (Grüne) mit, ermögliche schnelles Eingreifen und sichere die Handlungsfähigkeit im Seuchenfall. Dazu zählten die Jagd im Umfeld von Grünbrücken, die Möglichkeit zum unkomplizierten Aufspüren von kranken Wildschweinen sowie das sichere Entsorgen von potenziell infizierten Kadavern.

Die Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich. Für Wildschweine und Hausschweine hingegen führt die hochansteckende Krankheit fast immer zum Tod. Schon das Fressen eines achtlos weggeworfenen Wurstbrots an einem Rastplatz kann für die Schwarzkittel zur Gefahr werden.

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