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Impfung

Start in Heimen und Corona-Kliniken

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Ende Januar könnten in Hessen die ersten Impfzentren in Betrieb gehen. Die große Kampagne beginnt bescheiden.

Knapp 10 000 Impfdosen stehen Hessen zum Impfstart am Sonntag, 27. Dezember, zur Verfügung. Weil jeder zwei Mal geimpft werden muss, werden zunächst lediglich 5000 verabreicht – und zwar an Bewohner:innen und Personal von Pflegeheimen sowie Beschäftigte der sechs Corona-Schwerpunktkliniken.

Begonnen werden soll damit zeitgleich in allen Kreisen und kreisfreien Städten im Land. Die jeweilige Zuteilungsmenge orientiert sich an der Bevölkerungszahl: Frankfurt etwa bekommt rund 300 Dosen für die Heime und 150 für die Uniklinik. Der Landkreis Odenwald erhält weniger als 100 Dosen, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU), der am Dienstag mit Sozialminister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden Details zur „größten Impfaktion in der Geschichte unseres Landes“ vorstellte.

Von derlei Superlativen ist Hessen noch Lichtjahre entfernt. Bis Jahresende hat die Bundesregierung gerade einmal weitere knapp 10 000 Impfdosen für Hessen in Aussicht gestellt, die vermutlich auch an die besonders Gefährdeten gehen. Alleine 112 000 Menschen wohnen oder arbeiten in Alten- und Behinderteneinrichtungen. Rund 15 000 in den Corona-Schwerpunktkliniken. Wann genug Impfstoff da sein wird, um mit den anderen zu beginnen, die auf der Prioritätenliste stehen, könne nur geschätzt werden, sagte Beuth. „Richtung Ende Januar“ könne es werden.

Vortritt für Heimbewohner:innen

Die zu Hause lebenden rund 567 000 über 80-Jährigen müssen sich also noch gedulden. Sie stehen zwar oben auf der Prioritätenliste, sollen aber den Heimbewohner:innen den Vortritt lassen, die von mobilen Impfteams aufgesucht werden. Eine Anmeldung per Hotline oder Online ist noch nicht möglich, wohl aber kann man sich darüber informieren, was auf einen zukommt.

Es wird auch nicht so sein, dass am geschätzten Termin Ende Januar alle anderen 22 Impfzentren im Land auf einen Schlag eröffnen. Los geht es mit sechs regionalen Zentren, die sich an den Standorten der Schwerpunktkliniken orientieren: Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Sie übernehmen die Schutzimpfung für die eigene Gebietskörperschaft und die umliegenden Kreise. Abhängig von der Zufuhr an Impfstoff können dann schrittweise die weiteren Zentren öffnen.

Wenn genug Serum für alle da ist, sind täglich etwa 30 000 Corona-Schutzimpfungen in Hessen geplant. Wer aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht vorbeikommen kann, den besuchen nach Anmeldung mobile Teams. Zu welchem Zeitpunkt die Hausarztpraxen in das Impfen einsteigen, hängt davon ab, wann weniger sensiblere Seren zugelassen werden. Das von Biontech/Pfizer benötigt Kühlung von minus 70 Grad, ist nach dem Auftauen erschütterungsanfällig. Beuth appellierte an die Bevölkerung, sich in Geduld zu üben: „Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“ Klose bat um Solidarität mit den Schwächsten und um Vertrauen in das Serum: „Impfstoffe gehören zu den am stärksten geprüften Medikamenten.“

Infohotline: 0800 / 555 466

www.corona.hessen.de

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