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Hessen: Heizen mit Gas wird deutlich teurer

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Von: Christoph Manus, Jens Joachim

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Gas könnte knapp werden, wenn nicht alle sparen.
Für viele hessische Haushalte könnte die Nebenkostenabrechnung im kommenden Jahr ein Schock werden. Denn riesige Nachzahlungen drohen. © dpa

Erste Energieversorger in Hessen planen in der Krise weitere Preiserhöhungen. Vorgeprescht ist das Wiesbadener Unternehmen Eswe-Versorgung.

Haushalte, die ihre Wohnung mit Gas heizen, müssen sich auf noch weiter steigende Preise einstellen. Und das nicht nur wegen der Gasumlage in Höhe von 2,419 Cent pro Kilowattstunde, die von Oktober an zu zahlen ist. Große hessische Energieversorger planen darüber hinaus Tariferhöhungen vorzunehmen.

Vorgeprescht ist das Wiesbadener Unternehmen Eswe-Versorgung, das bereits am Montag ankündigte, den Preis für Gas zum Oktober für viele Kund:innen um mehr als 100 Prozent zu erhöhen – und das außer mit der Gasumlage und der Gasspeicherumlage mit gestiegenen Beschaffungskosten begründete.

Frankfurter Unternehmen Süwag sieht keine Chance, höhere Kosten auf Dauer aufzufangen

Andere Energieversorger warten noch ab, signalisieren aber spätestens für das kommende Jahr weitere Erhöhungen. Das Frankfurter Unternehmen Süwag etwa, das zuletzt zum Juli für viele Haushalte den Gaspreis um 4,5 bis sechs Cent pro Kilowattstunde erhöht hat, will von Oktober an lediglich die Gasumlage an die Kundinnen und Kunden weitergeben, wie es auf Anfrage mitteilt. Darüber hinausgehende Preisanpassungen seien nicht geplant. Für das nächste Jahr müssten sich die Kund:innen jedoch auf „weitere Belastungen“ einstellen, teilt die Eon-Tochter mit und verweist auf die steigende Kohlendioxidabgabe und die gestiegenen Beschaffungskosten für Erdgas. Diese könne Süwag „dank einer langfristigen Eindeckungsstrategie zwar abfedern, aber nicht auf Dauer auffangen“.

Der mehrheitlich städtische Frankfurter Energieversorger Mainova, der zuletzt zum 1. Juli und 1. August für verschiedene Tarife die Preise erhöhte, teilte am Dienstag, (16. August.), auf FR-Anfrage lediglich mit, man werde die Kundinnen und Kunden über etwaige Preiserhöhungen rechtzeitig informieren. Den Umgang mit der Gasumlage kalkuliere das Unternehmen derzeit.

Das Darmstädter Versorgungsunternehmen Entega wird die Gasumlage nach Auskunft von Unternehmenssprecher Michael Ortmanns voraussichtlich zum 1. November in kompletter Höhe an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Generelle Preiserhöhungen seien wegen Garantieverträgen aber nicht geplant. mit jjo

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