Bildung

Hessen gibt Geld für lebenslanges Lernen

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Das Land verlängert den hessischen Weiterbildungspakt. Volkshochschulen und andere Anbieter erhalten 13 Millionen Euro.

Das Land Hessen stellt in den nächsten fünf Jahren insgesamt knapp 13 Millionen Euro zur Verfügung, um das lebenslange Lernen zu fördern. Damit wird der im Jahr 2017 begonnene Weiterbildungspakt fortgeführt.

Dieser zweite Pakt gilt von 2021 bis 2025. Er soll den Zugang zu Weiterbildungsangeboten erleichtern, Integration und Inklusion fördern und damit die Bildungsgerechtigkeit stärken. Zudem sollen Kursleiter und Pädagogen selbst weitergebildet werden. „Lernen hört nicht mit dem Schulabschluss, der Berufsausbildung oder einem akademischen Titel auf“, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) anlässlich der Unterzeichung des Pakts. Es sei vielmehr ein lebenslanger Prozess. Der Weiterbildungspakt zeige die Bedeutung der Erwachsenenbildung.

Die Volkshochschulen, die Heimvolkshochschule Burg Fürsteneck und die anerkannten landesweiten Organisationen in freier Trägerschaft erhalten für ihre Vorhaben insgesamt 7,5 Millionen Euro. Auch die beruflichen Schulen können Projektanträge stellen. Weitere 5,5 Millionen Euro stellt das Land für die Förderung von Unterrichtsstunden zur Verfügung. Schwerpunkte sollen das digitale Lernen und die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung sein.

Der Pakt eröffne den Anbietern eine gesicherte finanzielle Perspektive, sagte die Vorsitzende des hessischen Volkshochschulverbandes, Heike Habermann. Doris Batke, Sprecherin der freien Träger, lobte, der Weiterbildungspakt sei ein weiterer Schritt zu mehr Planungssicherheit bei den Trägern der Erwachsenenbildung und gebe wichtige inhaltliche Impulse zu den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen.

Wolf Aßmus, Vorstandsvorsitzender der Heimvolkshochschule Burg Fürsteneck, sagte, nun sei es möglich, den Bereich der gesellschaftlichen Weiterbildung weiter auszubauen. Die Stärkung der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft durch Weiterbildung sei vor dem Hintergrund der „andauernden und fortschreitenden gesellschaftlichen Spaltung eine der wichtigsten Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben“.

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