Landespolitik

Geld für Berater der Hanauer Opfer

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Response darf die Sondermittel des Bund auch für Personal einsetzen. Es gibt nun einen Kompromiss mit dem Land Hessen.

Der Streit um Soforthilfen für die Betroffenen der rassistischen Morde von Hanau ist beigelegt. Wie die Beratungsstelle Response am Donnerstag mitteilte, hat sie sich mit dem hessischen Innenministerium auf einen Kompromiss verständigt. Demnach werden die einmaligen Sondermittel des Bundes in Höhe von 50 000 Euro direkt an die Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt überführt. Das ermöglicht, auch Personalkosten der Beratungsstelle in Hanau zu finanzieren. Das Ministerium hatte bislang die Auffassung vertreten, dass das Geld einzig für Honorare und Sachmittel verwendet werden könne. „Jetzt muss es im nächsten Schritt darum gehen, die Begleitung der Betroffenen von Hanau über das Jahr 2020 hinaus zu sichern“, sagte Olivia Sarma, Leiterin von Response.

Die Beratungsstelle geht von 80 bis 100 Personen aus, die psychosoziale, sozialrechtliche und stärkende Begleitung bei der Bewältigung der Folgen des Anschlags benötigen. Darunter Augenzeugen, Angehörige und Freunde der zehn Ermordeten. Das reguläre Jahresbudget der Beratungsstelle reicht dafür nicht aus. „Wir sind zuversichtlich, dass im Innenministerium auch ein Weg für die verlässliche Finanzierung des zusätzlichen Beratungsaufkommens gefunden wird“, sagte Sarma. Mit Response werde ein ganzes Hilfenetzwerk die Betroffenen langfristig begleiten.

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